Polizeikontrolle auf der A9 – jeder 10. Fahrer zu schnell unterwegs

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an der Kontrollstelle-Schwerverkehr

Polizeikontrolle auf der A9 – jeder 10. Fahrer zu schnell unterwegs – Auf der A 9 in Fahrtrichtung Berlin, zwischen den Anschlussstellen Schleiz und Dittersdorf, wurde am Dienstagmorgen bis in den frühen Nachmittag, eine Kontrollstelle eingerichtet. Ausgerichtet war diese Maßnahme, die immer wieder notwendig wird, um dem erhöhten Sicherheitsrisiko des stetig zunehmenden Güterverkehr auf den Autobahnen entgegen zu wirken. Nicht selten sind auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer davon betroffen, wenn es infolge von technischen Mängeln oder Übermüdung der Fahrzeugführer zu schweren Verkehrsunfällen kommt. Derartige Kontrollen werden regelmäßig genutzt, um sowohl verkehrsrechtliche Verstöße, wie z.B. überhöhte Geschwindigkeiten, zu geringer Sicherheitsabstand (diese gelten nach wie vor als Hauptunfallursachen, vor allem auf den Autobahnen), Überladung, Lenk- und Ruhezeitverstöße aufzuzeigen und entsprechend zu ahnden. Darüber hinaus waren auch zivile Fahnder eingesetzt worden, um Schleusungen oder Betäubungsmittelverstöße zu kontrollieren. Eine Geschwindigkeitskontrollstelle wurde eingerichtet, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu überwachen. Im Vorfeld der Kontrollstelle wurde die Geschwindigkeit herabgesetzt und ein sogenannter Geschwindigkeitstrichter (Beschilderung: Achtung Verkehrskontrolle-100 km/h-80 km/h-60 km/h) eingerichtet. Diese dient nicht nur zur Überwachung der Geschwindigkeit, sondern insbesondere, um die Kollegen, die sich im Bereich der Fahrbahn bewegen, zu schützen. Was sich hier in den knapp fünf Stunden an extremen Ergebnissen zeigte, könnte man schon fast als ignorantes Verhalten einzelner Fahrzeuglenker bezeichnen und lässt die eingesetzten Beamten fassungslos werden. Von 5347 Fahrzeugen, die durch die Messstelle fuhren, gab es insgesamt 546 Beanstandungen, d.h. mehr als zehn Prozent aller Fahrzeugführer waren schneller als die erlaubten 60 km/h. Dass am Ende der Maßnahme von diesen „Geblitzten“ auch noch jeder 4. Verkehrsteilnehmer (25 Prozent aller „Raser“) demnächst seinen Führerschein für mindestens einen Monat abgeben muss, setzte dem ganzen noch die sogenannte Krone auf. 417 Bußgelder (davon 137 mit Fahrverbot) und 129 Verwarngelder sind im Resümee zu verzeichnen. Der Schnellste am gestrigen Tage war ein Pkw Mercedes, der offensichtlich mit seinen 161 km/h überhaupt keine Beschilderung mehr wahrnahm, weil er so „zügig unterwegs war“. Zur besseren Erkennbarkeit, auch bei starker Sonneneinstrahlung, werden die Verkehrszeichen auf großen Tafeln mit starken LED-Leuchten angezeigt.

An der Kontrollstelle wurden insgesamt 76 Fahrzeuge auf Herz und Nieren geprüft. Darunter waren 10 Pkw, 61 Lastzüge und fünf Kleintransporter. Wegen Verstößen gegen die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeit) gab es bei 13 Fahrzeugführern Beanstandungen, bei drei Lkw waren die Ladungen nicht ordnungsgemäß gesichert und zwei Weitere waren überladen,… um hier nur einiges zu nennen. Zwei Lastzüge mussten zunächst abgestellt werden, bis die Mängel behoben wurden. Polizeibeamte der Schwerverkehrskontrollgruppen der Autobahnpolizei am Hermsdorfer Kreuz, Nordhausen, Zella-Mehlis, Waltershausen und der Verkehrspolizeien Bayreuth sowie Hof nahmen an der Kontrolle teil. Unterstützt wurden die Kollegen von Beamten des BAG, des Hauptzollamtes Erfurt und des Landeskriminalamtes Thüringen. Ebenso vor Ort befanden sich Mitarbeiter der DEKRA, des Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Natur, des Thüringer Landesamt für Verbraucher- und Arbeitsschutz und Studenten der Thüringer Verwaltungsfachhochschule Polizei.

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