Was bedeutet die neue Corona Obergrenze für uns

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Die Kanzlerin hat stolz verkündet, dass eine Obergrenze von 50 neuen Infektionsfällen in einer Woche pro 100.000 Einwohnern die gelockerten Maßnahmen wieder in Gang setzen könnte. So auch bei uns in Thüringen. Es ist praktisch wie ein Freifahrtschein für die Regierung. Denn 50 Infektionen zu finden, ist nur eine Frage, wie viele Tests durchgeführt werden. Der Shutdown könnte damit zu einem beliebigen Instrument werden, das mit dieser Obergrenze jederzeit wieder aktiviert werden könnte. Befriedigend ist das nicht. Für die Bürger bleibt damit ständig das Risiko verbunden und das normale Leben bleibt somit weiterhin fern. Schon jetzt wandelt sich die Stimmung in der Bevölkerung. Die Maßnahmen werden immer weniger geduldet.

Neues Leben in Thüringen

Nachdem wir nun in Thüringen weniger strenge Kontaktbeschränkungen haben und Gastronomie und Tourismus ab dem 15. Mai wieder öffnen können, blüht das Leben auf. Die Maskenpflicht allerdings bleibt. Unverständlich. Dennoch ist die Angst vor einem neuen Shutdown allgegenwärtig. Mit der neu eingeführten Obergrenze wurde ein falscher Ansatz eingeführt. Warum wurde nicht, wie beim Hochwasserschutz ein Warnsystem eingeführt, der eine weitere, strenge Beobachtung mit sich geführt hätte. Eine Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist jedoch ein so minimaler Wert, dass dieser prozentual kaum ins Auge fällt und praktisch leicht erreichbar ist.

Unklar bleibt aber, auf welche Datenquellen sich die Kanzlerin beziehen wolle. Vermutlich wird es der umstrittene Ladebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) sein. Dieser zeigt auch, dass im Landkreis Greiz mehrere neue Fälle vorhanden sind. Mit Stand vom 06.05 wurden 78 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen (auf 100.000 Einwohner) gemeldet. Und auch hier muss sich wieder festhalten lassen, dass es immer zu neueren Infektionen kommen wird. Das Virus wird ja nicht verschwinden. Wir müssen damit leben. Doch mit einer solchen Obergrenze, die praktisch jederzeit erreicht werden kann, würde man nur ausreichend testen, bleibt das normale Leben weit in der Ferne.

Wirtschaft im Ungewissen

Die Wirtschaft in Thüringen ist angeschlagen. Schon vor der Corona-Krise lag die Arbeitslosenquote hoch. Im April ist in Veränderung zum Vorjahresmonat ein Anstieg um 8.200 Arbeitslose erfolgt. Das Soforthilfeprogramm des Bundeslandes ist schlank und schnell abrufbar. Bis zu 30.000 Euro können im Einzelfall abgerufen werden. Ob das Programm wirklich so leicht zugänglich war und wie die einzelnen Erfahrungen damit sind, wird sich aber erst in den nächsten Monaten zeigen. Für viele Unternehmer, aber auch Bürger sind die Maßnahmen und die neue Obergrenze mit einem Pokerspiel gleichzusetzen. Dabei stößt vor allem die neue Obergrenze negativ auf. Das ist wie bei der Wold Series of Poker 2020, was passiert und wer hervorsticht, bleibt im ganzen Spiel, bis zum Ende ungewiss. Und genau diese Unsicherheit schwillt nun auch regelmäßig über unseren Köpfen.

Viele Medien beginnen mit Umdenken

Ganz zu Anfang sprach man in den Medien von einem Killervirus. Mittlerweile berichten die großen Medien wie ntv und Spiegel davon, dass die Situation vielleicht falsch eingeschätzt wurde und das Virus harmloser ist, als bislang angenommen wurde. In den nächsten Jahren dürfte also eine umfangreiche Aufarbeitung erfolgen, die nicht immer jedem gefallen dürfte.

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