Erfurt: zwei Impfzentren für die Stadt geplant

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ie Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) baut in der Landeshauptstadt Erfurt zwei Impfzentren auf. Wie der KVT-Vertreter Dr. Michael Sakriß heute im städtischen Pandemiestab berichtete, sollen diese Mitte Dezember einsatzbereit sein und Anfang Januar ihre Arbeit aufnehmen.

„Voraussetzung ist aber, dass es auch genügend Impfstoff gibt, den wir verimpfen können“, so Sakriß. Die Impfzentren würden gerade im Umfeld der beiden Erfurter Kliniken (Helios und Katholisches Krankenhaus) entstehen, sollen aber unter der Regie der KVT betrieben werden. Michael Sakriß: „50 Ärzte haben sich bereits für den Einsatz gemeldet. Sie kommen aus Erfurter Praxen, manche von den Kliniken, andere auch aus dem Ruhestand.“ Insgesamt sei geplant, dass kassenärztliche Praxen jeweils ein komplettes Impfteam stellen, das dann sechs Stunden am Stück im Einsatz sein wird.

Die Impfzentren sollen wochentäglich jeweils zwölf Stunden geöffnet sein, bei Bedarf auch an den Wochenenden. „Wenn wir vier Minuten pro Impfung brauchen, können wir ungefähr 2.500 Impfungen pro Woche schaffen“, sagte der KVT-Vertreter. Sakriß wies darauf hin, dass es für eine Immunisierung gegen das Corona-Virus zwei Impfungen braucht. Die zweite Impfung muss laut Prof. Dr. Thomas Steiner vom Erfurter Helios-Klinikum idealerweise nach 21 Tagen verabreicht werden. „Das ist der derzeitige Kenntnisstand.“ Wie sein Kollege vom Katholischen Krankenhaus, Dr. Jörg Pertschy, sagte, „wird das eine hohe logistische Leistung werden“.  Bei der ersten Impfung müssten die Menschen gleich einen Termin für die zweite Impfung bekommen. Über das genaue Prozedere von Terminvergabe, Identifizierung und Wartezeiten will die KVT im Dezember bei einem weiteren Treffen des städtischen Pandemiestabs Auskunft geben. Im Moment wisse die KVT auch noch nicht, wie groß das Interesse der Erfurter an der Corona-Impfung sein wird. „Es gibt zwei Gruppen von Menschen: die einen, die sagen, ich muss zuerst, und die anderen, die sagen, mit mir gar nicht“, so Dr. Michael Sakriß.

Quelle

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