Weimar: Das Goethe-Schiller-Denkmal ist keine Requisitenhalterung

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Stadt Weimar

In den vergangenen Wochen ist das bekannte bronzene Doppelstandbild auf Weimars Theaterplatz wahlkampfbedingt verstärkt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt: Verschiedene Parteien und Gruppen nutzen den Theaterplatz mit dem ikonografischen Denkmal als Kundgebungsraum. „Das ist völlig in Ordnung und es ist gut, wenn der Theaterplatz seine zentrale Funktion im urbanen Leben der Stadt erfüllt. Allerdings halte ich es für unangemessen, das Goethe-Schiller-Denkmal anhaltend leichtfertig als Requisitenhalterung für diverse Wahlkampfthemen herabzuwürdigen“, erklärt Oberbürgermeister Peter Kleine. „Ich rufe dazu auf, den kulturellen und materiellen Wert des Goethe-Schiller-Denkmals zu respektieren. Bei allen berechtigten Anliegen sollte uns eine grundlegende Sensibilität im Umgang mit dem weltbekannten Motiv wichtig bleiben.“ 

Am heutigen Mittwochmorgen wurde das über sechs Meter hohe Denkmal unter anderem mit einer Plastikweste, Decke, einer Babypuppe und weiteren Utensilien „dekoriert“ und kurzzeitig für eine spontane politische PR-Aktion genutzt. Die Dekoration blieb danach einfach hängen. Der städtische Ordnungsdienst hat die Gegenstände zeitnah vom Denkmal beräumt.

Bereits in den vergangenen Tagen wurden die Blumengebinde anlässlich des Goethegeburtstages zeitweise entfernt, um etwa Schilder und Kerzen aufzustellen.

Kunstaktionen sind generell am Denkmal möglich, müssen aber vorab durch die Stadt genehmigt werden – und Kunst beinhalten.

Quelle.

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