Jena: So könnte es im Bachstraßen-Areal weitergehen

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Zukunft des Wissenschaftscampus Bachstraße

Die Stadt Jena lädt alle Interessierten ein, sich in den Planungsprozess einzubringen und gemeinsam die Zukunft des Wissenschaftscampus Bachstraße mitzugestalten.

Die Stadt Jena und der Freistaat Thüringen erstellen gemeinsam ein städtebauliches Entwicklungskonzept für den Wissenschaftscampus Bachstraße. Ziel ist es, das ehemalige Klinikgelände langfristig als innerstädtisches Quartier mit Schwerpunkt Wissenschaft und Forschung zu entwickeln.

Das Konzept dient dabei als Grundlage, um die künftigen Investitionen der beteiligten Akteure zu koordinieren. Dazu gehören neben dem Freistaat, das Universitätsklinikum Jena, die Ernst-Abbe-Stiftung als Eigentümer, die Friedrich Schiller Universität als Nutzerin, das Thüringer Studierendenwerk als künftiger Nutzer, die Stadt Jena mit ihrer Planungshoheit und als Verantwortliche für öffentliche Flächen, die Denkmalpflege für den Ensembleschutz sowie alle Bürger:innen als Nachbarn, künftige Mitarbeitende, Studierende und Besuchende.

Informationsveranstaltung am 2. April 2025 um 19 Uhr in Hörsaal 3 der FSU

Die Stadt Jena am 2. April zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein, um den aktuellen Stand der Planung vorzustellen und erste Impulse von den Beteiligten aufzunehmen.

Die Fachdienste Stadtentwicklung und Stadtplanung sowie die beauftragten Planungsbüros De Zwarte Hond und VOGT Landschaft präsentieren die Leitlinien für die zukünftige Entwicklung als Wissenschaftscampus und stellen drei mögliche städtebauliche Strategien anhand von Beispielen aus anderen Städten vor.

Interessierte erhalten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und im Anschluss direkt mit den Planern ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung dient als Startpunkt für den weiteren Planungs- und Beteiligungsprozess.

„Der Wissenschaftscampus Bachstraße bietet die Chance, in der Innenstadt einen modernen, nachhaltigen und lebendigen Standort für Forschung und Lehre zu schaffen. Dabei ist es uns besonders wichtig, für die Bürger:innen der Stadt Jena und den Mitarbeitenden vor Ort sowie den handelnden Partnern, ein in das Stadtbild und städtische Leben integriertes Quartier gemeinsam zu formen. Daher sind Anregungen und Ideen auf Basis der Entwicklungsprämisse ‚Wissenschaftscampus‘ für den weiteren Planungsprozess willkommen.“, erklärt Stadtentwicklungsdezernent Dirk Lange.

Wie können sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen?

Nach der Veranstaltung wird die Diskussion online auf mitmachen.jena.de ermöglicht. Dort können ab dem 3. April alle Pläne eingesehen und kommentiert werden. Hinweise und Anregungen zur Gestaltung des Wissenschaftscampus können bis zum 31. Mai 2025 eingereicht werden.

Zudem findet am 10. Mai um 10 Uhr zum Tag der Städtebauförderung ein öffentlicher Spaziergang im Bachstraßen-Areal statt. Treffpunkt ist das Ernst-Abbe-Denkmal.

Auf Basis der Rückmeldungen entwickelt das Planungsteam eine Vorzugsvariante und arbeitet diese zu einem städtebaulichen und Freiraumentwurf aus. Dieser Entwurf wird voraussichtlich im Frühherbst 2025 öffentlich vorgestellt. Der Abschluss des Planungsprozesses ist für 2026 vorgesehen. Schließlich verabschiedet der Stadtrats einen entsprechenden Beschluss.

Langfristige Entwicklung des Wissenschaftscampus

Die Umsetzung der Baumaßnahmen wird sich über zwei Jahrzehnte erstrecken. Erste kleinere Umbaumaßnahmen sind laufend möglich, größere Bauprojekte finden jedoch erst ab 2028 statt. Der Wissenschaftscampus soll klimaaktiv gestaltet werden und zur Kühlung der Stadt beitragen.

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