Das genaue Geburtsdatum von Georg Kresse bleibt ein historisches Rätsel, doch die Tradition weist auf den 23. April 1604 hin – den Georgstag. Passend zu diesem mutmaßlichen 422. Geburtstag erhält eine der markantesten Persönlichkeiten der thüringischen Regionalgeschichte ein zeitgemäßes digitales Denkmal: Unter https://georg-kresse.de/ ist ab sofort ein neues Informationsportal zum Leben und Wirken des legendären Bauernführers verfügbar.
Ein modernes Forum für regionale Geschichte
Mit dem Start der Webseite wird eine Lücke in der digitalen Aufarbeitung der lokalen Historie geschlossen. Georg Kresse (1604–1641) erlangte als „Bauerngeneral“ während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges Berühmtheit. Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die historische Realität von den zahlreichen Mythen und Volkssagen zu trennen, die sich über Jahrhunderte um den Kämpfer aus dem Vogtland und dem Saale-Orla-Kreis gebildet haben.
Zwischen Fakten und Legenden
Georg Kresse fungiert bis heute als Symbolfigur für den Widerstand und den Schutz der ländlichen Bevölkerung gegen Plünderungen und Gewalt. Das Portal bietet Interessierten, Schülern und Historikern eine strukturierte Aufbereitung seines Lebensweges – beginnend bei seinem Geburtsort Dörtendorf über seine taktischen Streifzüge bis hin zu seinem gewaltsamen Ende in Auma.
Ein besonderes Highlight der neuen Präsenz ist die detaillierte genealogische Aufarbeitung: Erstmalig wird ein Stammbaum präsentiert, der Kresses Eltern, Großeltern und Geschwister umfasst, ergänzt durch wertvolle Hinweise auf originale Kirchenbucheinträge aus Döhlen.
Die Inhalte der Plattform im Überblick:
- Historischer Kontext: Eine Einordnung der regionalen Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges.
- Biografische Stationen: Die entscheidenden Orte und Daten im Leben des Georg Kresse.
- Kultur und Rezeption: Ein Einblick in die künstlerische Verarbeitung der Kresse-Figur durch die Jahrhunderte.
- Regionalbezug: Informationen zu Denkmälern, Museen und Gedenkstätten in der thüringischen Landschaft.
Die Webseite lädt ab sofort dazu ein, tief in die bewegte Geschichte des 17. Jahrhunderts einzutauchen und den „Bauerngeneral“ neu zu entdecken.
Die Telefongeschichte von Thüringen
Ein Blick auf die Entwicklung der Telefon-Technik und Netze speziell im Freistaat. Wo gab es die ersten öffentlichen Ämter, wo waren erste Fernsprecher und Telefonverbindungen zu finden? Kleiner Spoiler: Erfurt,Weimar oder Jena waren nicht die ersten Städte mit Telefonie. Dazu gibt es einen Blick auf die generell Entwicklung der Telefontechnik in Deutschland.



