Fehlgeleitet vom Navi: Lkw-Fahrer fährt 300 Meter über Grünstreifen der A4 und bleibt stecken

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gerade gestellter Sattelzug von hinten

Am Dienstagmorgen gegen 09:30 Uhr geriet ein 60-jähriger Lkw-Fahrer auf der Autobahn 4 in eine äußerst ungewöhnliche und missliche Lage. Der Mann war mit seinem Sattelzug unterwegs, um eine Ladung Bioabfall abzuliefern. Um den eigentlichen Abladeort zu erreichen, hätte er einen Wirtschaftsweg nutzen müssen, der entlang der A4 zwischen dem Autobahnkreuz Erfurt und der Anschlussstelle Erfurt-West verläuft.

300 Meter Flurschaden und ein gescheitertes Wendemanöver

Statt auf den richtigen Weg bog der 60-Jährige jedoch falsch ab und verließ sich fortan komplett auf sein Navigationssystem. Die Route führte den schweren Sattelzug bei Kilometer 219,500 irrtümlicherweise direkt auf den Grünstreifen der A4 in Fahrtrichtung Dresden.

Unbeirrt durchfuhr der Fahrer den Grünstreifen über eine Strecke von etwa 300 Metern und richtete dabei erheblichen Flurschaden an. Erst dann bemerkte er seinen folgenschweren Irrtum und wollte das Fahrzeug wenden. Das Manöver misslang gründlich: Der Lkw blieb im tiefen Bankett der Autobahn stecken und konnte aus eigener Kraft nicht mehr weiterfahren.

Stundenlange Bergung und Fahrstreifensperrung

Um den festgefahrenen Sattelzug zu befreien, war ein Großaufgebot an Einsatzkräften erforderlich. Die Autobahnpolizeiinspektion Thüringen, die freiwillige Feuerwehr Neudietendorf, die Autobahnmeisterei Erfurt sowie ein spezialisierter Abschleppdienst arbeiteten eng zusammen, um das Fahrzeug zu bergen.

Zur Absicherung der Bergungsarbeiten musste die Autobahnmeisterei ab etwa 11:30 Uhr den rechten Fahrstreifen der A4 in Richtung Dresden sperren. Nach intensiven Mühen konnte der Sattelzug schließlich gegen 16:30 Uhr erfolgreich geborgen und die Behinderung auf der Autobahn beseitigt werden.

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