Gefährlicher Leichtsinn auf der Bahnstrecke: Am Mittwochabend (16. September 2026) haben zwei nacheinander fahrende Züge im Bereich Gera-Debschwitz auf freier Strecke Gegenstände überfahren. Die Bundespolizei war vor Ort und sucht nun nach den unbekannten Verursachern.
Lokführer meldet Kollision auf der Strecke
Die beiden Züge waren am Mittwochabend auf dem Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Gera Süd und Gera-Zwötzen unterwegs, als sie die Kollisionen meldeten. Der Lokführer des zweiten Zuges konnte erkennen, dass es sich bei den Hindernissen um auf die Schienen gelegte Schottersteine handelte.
Die umgehend verständigte Bundespolizei suchte den Streckenabschnitt ab. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte auf einem Schienenkopf eine rund 20 Zentimeter lange Spur von zertrümmertem Steinmehl fest. Die unmittelbare Nahbereichsfahndung nach den Tätern verlief jedoch erfolglos.
Keine Schäden, aber erhebliche Verspätungen
Nach ersten Überprüfungen blieben die beiden betroffenen Züge trotz des Überfahrens der Steine unbeschädigt. Der Vorfall hatte jedoch Auswirkungen auf den Bahnverkehr:
- Langsamfahrt: Sieben nachfolgende Züge mussten den betroffenen Streckenabschnitt während der polizeilichen Maßnahmen mit verringerter Geschwindigkeit passieren.
- Verspätungen: In der Summe führten die Einschränkungen zu Betriebsverzögerungen von insgesamt knapp zwei Stunden.
Bundespolizei warnt vor Lebensgefahr
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen einer betriebsstörenden Handlung aufgenommen und nutzt den Vorfall für eine dringende Warnung: Bahnanlagen sind keine Spielplätze, und vom Zugbetrieb gehen erhebliche Lebensgefahren aus. Das Betreten von Gleisbereichen sowie das Auslegen von Gegenständen sind strengstens verboten.


