Nach einem sexuellen Übergriff am Bahnhof Unterwellenborn sucht die Bundespolizei nach einer bislang unbekannten Fahrradfahrerin. Die Frau war dem 20-jährigen Opfer couragiert zur Hilfe geeilt und gilt nun als wichtige Zeugin für die weiteren Ermittlungen.
Belästigung begann bereits im Zug
Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend (12. September 2026) im Zeitraum zwischen 19:50 Uhr und 20:05 Uhr. Ein Mann sprach eine 20-jährige Frau bereits während einer Zugfahrt von Pößneck in Richtung Unterwellenborn mehrfach an. Obwohl die junge Frau jegliche Kontaktversuche unmissverständlich ablehnte, ließ der Mann nicht von ihr ab.
Nach dem Ausstieg am Bahnhof Unterwellenborn folgte der Mann dem Opfer in die dortige Bahnhofsunterführung und berührte die Frau in sexuell motivierter Absicht.
Mutiges Eingreifen einer Passantin
Eine bisher unbekannte Frau, die zu diesem Zeitpunkt mit einem Fahrrad in der Unterführung unterwegs war, bemerkte die Situation und griff umgehend ein. Sie kam dem Opfer zu Hilfe und begleitete die 20-Jährige im Anschluss sicher zu einer nahegelegenen Wohnung.
Die umgehend verständigte Saalfelder Polizei konnte den Tatverdächtigen – einen 35-jährigen Mann syrischer Staatsangehörigkeit – noch in der Nähe des Tatorts stellen und an die zuständige Bundespolizei übergeben. Gegen ihn wird nun wegen sexueller Belästigung ermittelt.
Bundespolizei bittet Helferin um Kontaktaufnahme
Um den genauen Geschehensablauf im Bahnhofsbereich rechtssicher zu rekonstruieren, bittet die Bundespolizeiinspektion Erfurt die couragierte Ersthelferin dringend, sich als Zeugin zu melden.
Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Erfurt rund um die Uhr entgegen:
- Telefon: 0361 / 659830
- E-Mail: bpoli.erfurt@polizei.bund.de
- Vorgangsnummer: Vg / BP / 855714 / 2026


