Ein gravierender Gebäudeschaden hat am Mittwochnachmittag zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, THW und DRK in der Altenburger Puschkinstraße geführt. Gegen 17:15 Uhr ging die Meldung ein, dass ein unbewohntes Mehrfamilienhaus teilweise in sich zusammengebrochen war.
Bei der ersten Erkundung – unter anderem mithilfe einer Drohne – stellten die Einsatzkräfte fest, dass im Inneren mehrere Zwischendecken eingestürzt sind. Von dem Gebäude steht im Grunde nur noch die äußere Hülle; es besteht akute Einsturzgefahr.
Anwohner evakuiert und in Notunterkünften untergebracht
Da Experten des Technischen Hilfswerks (THW) eine Gefährdung angrenzender Wohnhäuser nicht ausschließen konnten, wurden zwei benachbarte Gebäude in der Puschkinstraße sowie der Theo-Neubauer-Straße vorsorglich geräumt. Die Stadtverwaltung Altenburg kümmert sich um die Betroffenen und stellte Notunterkünfte zur Verfügung.
Da bekannt war, dass sich in der Ruine regelmäßig unbefugte Personen aufhalten, durchsuchte eine Rettungshundestaffel des DRK das Trümmerfeld. Die Spürhunde schlugen jedoch nicht an – Menschen kamen nach bisherigem Kenntnisstand nicht zu Schaden.
Verkehrseinschränkungen durch Sicherungsmaßnahmen
Zur ersten Gefahrenabwehr wurden auf Anraten des THW vier Großcontainer direkt vor dem Objekt in der Puschkinstraße platziert. Aus diesem Grund bleiben der Gehweg und eine Fahrspur stadtauswärts bis auf Weiteres gesperrt. Auch der Parkplatz auf der Rückseite des Gebäudes kann derzeit nicht genutzt werden.
Für den heutigen Donnerstag ist der Einsatz eines Statikers geplant. Auf Grundlage seines Gutachtens entscheiden die Verantwortlichen von Stadt und Einsatzkräften über das weitere Vorgehen zur dauerhaften Sicherung der Gefahrenstelle.


