Ein ungewöhnlicher Polizeieinsatz hat am Dienstagmorgen, den 13. Oktober 2026, den Verkehr an der Autobahn 9 bei Bad Klosterlausnitz kurzzeitig ausgebremst. Gegen 09:10 Uhr hatten mehrere aufmerksame Verkehrsteilnehmer gemeldet, dass sich ein Schwan im Bereich der Anschlussstelle in Fahrtrichtung München aufhalte.
Umgehend rückten Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Thüringen aus. Vor Ort angebot sich ihnen ein Bild mit leicht stockendem Verkehr, da sich die Autofahrer angesichts des tierischen Hindernisses bereits vorsichtig verhalten hatten.
Um das Tier schnell und sicher aus dem Gefahrenbereich zu bringen, zog die Wachbesatzung professionelle Hilfe hinzu. Sie kontaktierten die zuständige Auffangstation für Schwäne in Triptis. Eine Mitarbeiterin eilte herbei und konnte den Schwan gemeinsam mit den eingesetzten Polizisten erfolgreich einfangen. Im Anschluss wurde das Tier vorübergehend im Streifenwagen untergebracht.
Eine unmittelbare Rückführung in die Freiheit gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht: Der nahegelegene Schwanenteich in Bad Klosterlausnitz schied als Auswilderungsort aus, da dort bereits eine Population kanadischer Wildgänse lebt, die zu Konflikten hätte führen können. Aus diesem Grund trat die Mitarbeiterin der Auffangstation mit ihrem gefiederten Schützling schließlich die Weiterreise nach Triptis an, wo der Schwan nun untergebracht ist.


