Ein trauriger Vorfall beschäftigte am Samstagmorgen die Polizei in Ilmenau: Eine Streifenwagenbesatzung entdeckte in der Unterpörlitzer Straße einen Hund, der hilflos an einen Zaun gebunden war. Das Tier zitterte, jaulte spürbar verängstigt und war nach ersten Erkenntnissen bereits längere Zeit der Kälte und sich selbst überlassen worden.
Ermittlungen führen zum Halter: Hund sollte bewusst ausgesetzt werden
Die Polizeibeamten nahmen sich des verängstigten Vierbeiners umgehend an und leiteten Recherchemaßnahmen ein. Mit Erfolg: Der Halter des Hundes – ein 48-jähriger Mann – konnte rasch ausfindig gemacht werden.
Bei der Befragung stellte sich heraus, dass es sich keineswegs um ein Missgeschick handelte: Der Mann gab an, dass er das Tier loswerden wollte und es deshalb vorsätzlich an dem Zaun zurückgelassen hatte.
Tierheim nimmt Hund auf – Strafanzeige erstattet
Für den Hund gab es zumindest ein vorläufiges Happy End: Er wurde unverzüglich dem örtlichen Tierheim übergeben, wo er versorgt wird und sich von dem Schreck erholen kann.
Für den 48-jährigen Besitzer hat die herzlose Aktion jedoch juristische Konsequenzen. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Das Aussetzen von Tieren ist kein Kavaliersdelikt, sondern stellt eine erhebliche Ordnungswidrigkeit bzw. Straftat dar, die mit empfindlichen Geldbußen oder Freiheitsstrafen geahndet werden kann.


