Jena: Ab Montag kostenlose Corona-Spucktests möglich

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Die Stadt Jena ermöglicht kostenlose Schnelltests für Schulkinder (Klassen 1-6). Die Schnelltests in Form von qualifizierten Spucktests werden ab Montag, 22. März an die Jenaer Schulen ausgeliefert und sollen in einem ersten Schritt zunächst für Schülerinnen und Schüler der 1. bis zur 6. Klassen zur Verfügung stehen. Nach einer Evaluationsphase wird über eine schrittweise Ausweitung des Angebotes entschieden.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche sagte: „Impfen, die digitale Kontaktnachverfolgung mit LUCA und Schnelltests zur frühzeitigen Unterbrechung von Infektionsketten gelten als die Erfolgsmaßnahmen zur weiteren Pandemieeindämmung. Das Thema Impfen können wir vor Ort nicht selbst gestalten. Aber bei den beiden anderen Themen sind wir ganz vorn dabei und schaffen Angebote für die Jenaer Bevölkerung, die aktuell noch nicht durch das Land Thüringen bereitstehen.“

Bürgermeister Christian Gerlitz ergänzte: „Gerade vor dem Hintergrund des sehr dynamischen Infektionsgeschehens, der weiteren Ausbreitung von Mutationsfällen und zahlreichen Infektionen, die sich in den vergangenen Wochen an Schulen und Kindertagesstätten gezeigt haben, müssen wir schnell handeln. Mir war es wichtig, dass wir nach dem frühen und erfolgreichen Start der Testcenter für Jenaer Bürgerinnen und Bürger nun auch rasch ein besonders auf die Grundschulen angepasstes Angebot schaffen. Mit den kostenfreien und freiwilligen Tests an Schulen auch für die Klassenstufen 1-6 können wir Eltern, Lehrern und den Schülern mehr Sicherheit geben und Infektionsketten sehr früh durchbrechen. Ich bin dankbar, dass sich das DRK bereiterklärt hat die Organisation zu übernehmen. Man kann die Schulen mit dieser Aufgabe nicht allein lassen.“

Für Krisenstabsleiter Benjamin Koppe steht fest, dass es neben dem neuen Jenaer Angebot dringend eine Teststrategie für ganz Thüringen braucht: „Eltern und Lehrerschaft treibt dieses Thema seit Wochen um. Lediglich auf Freiwilligkeit und Selbsttests setzen zu wollen, darf in diesem Zusammenhang nicht die ernst gemeinte Antwort des Bildungsministeriums sein. Vielmehr müsse man erneut über ein flächendeckendes Angebot für Schulen und Kindergärten nachdenken und zugleich auch keinen Aufwand scheuen, medizinisch geschultes Personal gezielt einzusetzen.“

Die Schulleitungen aller Jenaer Schulen werden heute über den Ablauf der Schnelltests informiert und erhalten Aufklärungsmaterialien, die sie an die Eltern weiterreichen können. Nur nach vorheriger Zustimmung durch die Eltern werden die Tests durchgeführt. Dabei setzt die Stadt Jena auf das Deutsche Rote Kreuz Jena-Eisenberg-Stadtroda als Projektpartner, um die Tests durch geschultes Personal begleiten zu können. Nur so wird man eine hohe Akzeptanz schaffen, so dass hoffentlich viele Schülerinnen und Schüler von dem Angebot Gebrauch machen werden. Sollten Testergebnisse positiv ausfallen, werden PCR-Tests durchgeführt.

Quelle: Stadt Jena.

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