Erfurt: Bundespolizisten drohen nach Messer-Bedrohung mit Einsatz der Schusswaffe

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Bereits am späten Montagabend wurde um 23:30 Uhr die Bundespolizei zum Erfurter Hauptbahnhof gerufen, da ein Fahrgast in einer Regionalbahn durch sein Auftreten auf sich aufmerksam machte. Im weiteren Verlauf musste gegenüber dem Mann der Schusswaffengebrauch angedroht werden.

Ein Fahrgast fiel durch Beschimpfungen gegenüber dem eingesetzten Personal der DB Sicherheit auf. Noch vor Eintreffen der Bundespolizei verließ der Mann den Regionalzug, der später nach Sangerhausen fuhr, und überquerte die Gleise im Erfurter Hauptbahnhof. Zudem ergriff er Schottersteine und drohte damit, diese in Richtung des Bahnpersonals zu werfen. Der Mann konnte zunächst durch die Bahnhofshalle die Flucht aus dem Bahnhof ergreifen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz stellten ihn Beamte der Bundespolizei fest. Unvermittelt zog der Mann ein Einhandmesser hervor und bedrohte die Einsatzkräfte. Wiederholten Aufforderungen, das Messer fallen zu lassen, folgte der Mann nicht. In der Folge mussten die Beamten ihre Schusswaffe in die sogenannte entschlossene Haltung bringen und deren Gebrauch androhen. Erst dann ließ die Person von einer weiteren Handlung ab. Nachdem er das Messer fallen gelassen hatte, erfolgte der sofortige Zugriff und die Festnahme des Mannes.

Der 31-jährige Tunesier wurde zur Dienststelle gebracht, wo die erforderlichen strafprozessualen Maßnahmen durchgeführt worden sind. Die Nacht verbrachte der Polizeipflichtige im Gewahrsam am Erfurter Hauptbahnhof. Am heutigen Nachmittag erfolgte die Vorführung des Beschuldigten beim Amtsgericht. Die Freiheitsentziehung wurde hierbei richterlich bestätigt. Die Bundespolizei brachte den Mann im Nachgang in die Justizvollzugsanstalt Goldlauter.

Erst tags zuvor fiel der polizeilich bekannte Mann durch ein weiteres Gewaltdelikt auf. Im Bereich des Haltepunktes Dornburg schlug er einer Zugbegleiterin ins Gesicht, sodass diese infolge der Verletzung ihren Dienst abbrechen musste.

Quelle.

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