Jena: Polizei äußert sich zu Ereignissen nach Fußball-Spiel des FC Carl Zeiss Jena

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Am Freitag (4. April) fand das Spiel zwischen dem FC Carl Zeiss Jena (FCC) und dem Halleschen FC (HFC) statt. Das Regionalligaspiel fand vor 9.257 Zuschauern, darunter 1.054 Fans des HFC, statt. Bereits 16:15 Uhr startete ein nicht angemeldeter Fanmarsch von ca. 350 FCC-Anhängern. Dabei kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Nach Angabe der Polizei verlief die Anreise „ohne Vorkommnisse“. Allerdings änderte sich die Situation kurz vor Spielbeginn. Es „vermummten sich sowohl Gäste- als auch Heimfans und zündeten mehrere pyrotechnische Erzeugnisse“. Die erste Halbzeit verlief ohne weitere Störungen der Fans.

„Mit dem Halbzeitpfiff gelangten dutzende Gästefans durch ein geöffnetes Zaunfeld in den Innenbereich. Hier kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen mit Ordnern, Heimfans sowie Polizeikräften. Hierbei wurde auch mehrfach Pyrotechnik aus dem Gästebereich in Richtung der Ordner geworfen.“ Die Beamten mussten Reizgas einsetzen, um die HFC-Fans wieder in den Block zu drängen. Dabei musste die Halbzeitpause um etwa 55 Minuten unterbrochen werden.

Nach Polizeiangaben wurden insgesamt 38 Personen leicht verletzt. Neben 33 HFC-Fans waren auch drei FCC-Ordner, einer mit einer Kopfplatzwunde und zwei mit Augenreizung, sowie drei gewerbsmäßige Ordner mit Augenreizung unter den Leichtverletzten. Das Spiel wurde nach Bildung eines Krisenstabes, gemeinsam mit der Stadt Jena sowie dem Veranstalter, „unter Auflagen fortgesetzt“.

Kurz vor Spielende wurde ein Ordner aus dem FCC-Bereich verletzt.

HFC-Fans sollen mehrere mobile Toiletten durch Pyrotechnik entzündet haben. Alle Brände wurden durch die Feuerwehr gelöscht. Weiterhin griffen zwei HFC-Fans Polizisten an.

Fazit der Polizei nach Spielende: „Insgesamt wurden 82 Straf- sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt sowie 15 verbotene Gegenstände sichergestellt.“

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