Bis zum Sonntagmorgen kam es im Landkreis Nordhausen zu mehr als einem Dutzend Verkehrsunfällen, überwiegend verursacht durch glatte Straßen.
Den ersten Einsatz gab es bereits am frühen Freitagmorgen: Auf der Landstraße zwischen Großlohra und dem Abzweig nach Kleinberndten kippte ein Lkw um. Die Landespolizeiinspektion Nordhausen hatte darüber bereits informiert. Die Bergung des Fahrzeugs dauerte über fünf Stunden, währenddessen musste die Straße zeitweise gesperrt werden. Die Verkehrsbehinderungen blieben jedoch überschaubar. Verletzt wurde niemand, und die Ladung des Kühllasters musste nicht als Havariegut eingestuft werden.
Auf der Kreisstraße zwischen Haferungen und der B243 landete ein weiterer Pkw im Straßengraben. Der 30‑jährige Fahrer ließ sein Auto stehen und fuhr mit einem Angehörigen weiter zur Arbeit – nachdem er zuvor ordnungsgemäß die Polizei verständigt hatte. Fremdschaden entstand nicht.
In Rehungen wurde am Samstagmittag eine 43‑jährige Frau leicht verletzt, als ein 28‑jähriger Autofahrer zu spät bemerkte, dass sie abbiegen wollte, und auf ihr Fahrzeug auffuhr. Der Sachschaden lag mit jeweils rund 500 Euro im niedrigen Bereich. Nach kurzer ambulanter Behandlung konnte die Frau wieder entlassen werden.
Auffällig war zudem eine erhöhte Zahl von Parkplatzunfällen. In mehreren Fällen entfernten sich die Verursacher unerlaubt vom Unfallort. Wer eine Unfallstelle verlässt, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern – selbst wenn der Schaden gering erscheint – begeht möglicherweise eine Straftat. Offenbar nehmen immer mehr Verkehrsteilnehmer dieses Risiko in Kauf. Wer eine Unfallflucht beobachtet, sollte dies der Polizei melden. Die Geschädigten sind dafür in jedem Fall dankbar.

