Ein Wochenende voller Detonationen: In Erfurt kam es am vergangenen Sonntag zu einer Serie von Angriffen auf Zigarettenautomaten. Die Täter gingen dabei mit erheblicher krimineller Energie vor und schreckten auch vor dem Einsatz von Sprengstoff nicht zurück. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der erste Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag gegen 01:00 Uhr im Papiermühlenweg. Anwohner wurden durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen und wählten sofort den Notruf. Unbekannte Täter hatten dort einen Verkaufsautomaten mittels eines Sprengsatzes regelrecht aufgerissen. Mit einer Beute von noch unbekannter Menge an Tabakwaren gelang den Dieben die Flucht. Spezialisten der Kriminalpolizei rückten noch in der Nacht an, um umfangreiches Spurenmaterial am Tatort zu sichern.
Rückkehr zum Tatort: Täter flüchtet unerkannt
Besonders dreist: Am darauffolgenden Sonntagabend, gegen 22:45 Uhr, rückte der Papiermühlenweg erneut in den Fokus der Beamten. Zeugen beobachteten einen Mann, der versuchte, den bereits beschädigten Automaten mit roher Gewalt noch weiter zu öffnen – vermutlich in der Hoffnung auf verbliebene Restbeute. Obwohl die Polizei sofort Fahndungsmaßnahmen einleitete, konnte der Unbekannte in der Dunkelheit entkommen.
Zweiter Tatort im Dachsgrund
Doch dies war nicht der einzige Vorfall an diesem Wochenende. Bereits am Sonntagvormittag wurde der Polizei ein weiterer zerstörter Automat gemeldet, diesmal im Dachsgrund. Das Bild glich dem ersten Tatort: Auch hier setzten die Diebe einen Sprengsatz ein, um an den Inhalt des Gehäuses zu gelangen. Der Sachschaden an den Geräten dürfte beträchtlich sein.
Die Polizei ermittelt in alle Richtungen
Die Ermittler prüfen nun mit Hochdruck, ob zwischen den Taten im Papiermühlenweg und im Dachsgrund ein direkter Zusammenhang besteht. Die Verfahren wurden wegen folgender Delikte eingeleitet:
- Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion
- Besonders schwerer Fall des Diebstahls
Die Erfurter Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer am Wochenende verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Tatorte gesehen hat, wird gebeten, sich bei der zuständigen Dienststelle zu melden.

