Digitaler Grenzübertritt: Flughafen Erfurt-Weimar führt EU-weites „Entry-Exit-System“ ein

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Ungeachtet des geschichtsträchtigen Datums fiel am Freitag, den 13. Februar 2026, der Startschuss für eine technologische Zäsur am Erfurter Flughafen: Das neue europäische Entry-Exit-System (EES) ist offiziell in Betrieb gegangen. Damit hat für Reisende aus Nicht-EU-Staaten ein neues Zeitalter der Grenzkontrolle begonnen, das den klassischen Passstempel endgültig in den Ruhestand schickt.

Premiere beim Antalya-Flug

Erstmals kam das modernisierte Verfahren am vergangenen Freitagabend bei einem Flug aus der Türkei zum Einsatz. Während Passagiere aus der EU sowie den assoziierten Schengen-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz) von den Neuerungen unberührt bleiben, müssen sich Drittstaatsangehörige auf einen digitalisierten Prozess einstellen. Anstelle des analogen Stempels werden nun biometrische Daten wie Lichtbilder und Fingerabdrücke sowie die exakten Ein- und Ausreisedaten elektronisch erfasst.

Hintergrund: „Smart Borders“ für Europa

Das EES ist ein Kernelement der europäischen „Smart Borders“-Agenda. Ziel der Verantwortlichen ist es, die Außengrenzen des Schengen-Raums durch vernetzte IT-Lösungen sicherer und effizienter zu gestalten. Die Vorteile für den Grenzschutz liegen auf der Hand:

  • Präzision: Die Aufenthaltsdauer von Besuchern wird sekundengenau erfasst.
  • Sicherheit: Die biometriegestützte Identifizierung erschwert Identitätsbetrug erheblich.
  • Prävention: Das System leistet einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen irreguläre Migration und grenzüberschreitende Kriminalität.

Zusammenarbeit für einen reibungslosen Ablauf

Um den Übergang für jeden Fluggast so angenehm wie möglich zu gestalten, kooperiert die Bundespolizei eng mit allen beteiligten Partnern am Flughafen. Dennoch wird jedem Reisenden geraten, sich bereits im Vorfeld über die neuen Modalitäten zu informieren, um Verzögerungen bei der Abfertigung zu vermeiden. Für nostalgische Weltenbummler bedeutet die Umstellung zwar den Abschied vom physischen Stempel im Reisepass, doch im Gegenzug verspricht das System einen europaweit einheitlichen und beschleunigten Kontrollprozess.

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