Tarifstreik bei der Autobahn GmbH: Auch Thüringen im Fokus der ver.di-Streikwoche

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Die Gewerkschaft ver.di erhöht in der laufenden Tarifrunde für die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes massiv den Druck. Auch in Thüringen müssen sich Autofahrer in dieser Woche auf spürbare Einschränkungen einstellen. Hintergrund ist das aus Sicht der Gewerkschaft unzureichende Angebot der Arbeitgeber, das eine zu lange Laufzeit vorsieht und soziale Mindestbeträge vermissen lässt.

Dienstag & Mittwoch: Auftakt rund um Erfurt

Bereits am Dienstag (17. Februar) setzen die Beschäftigten in den Verwaltungszentralen ein erstes Zeichen. Mit Pausen-Aktionen wird landesweit auf die mangelnde Wertschätzung durch die Arbeitgeberseite aufmerksam gemacht.

Am Mittwoch (18. Februar) verlagert sich der Schwerpunkt auf die Strecke. Die Autobahnmeistereien im gesamten Netz werden bestreikt. Besonders betroffen ist der Raum Erfurt. Hier kann es zu Verzögerungen bei Wartungsarbeiten oder Einschränkungen im Betriebsdienst kommen.

Donnerstag: „Tunnel-Streik“ an der A71 bei Zella-Mehlis

Der kritischste Tag für Thüringer Pendler und den Fernverkehr wird der Donnerstag (19. Februar). ver.di ruft die Beschäftigten der Zentralen Betriebsleitstelle in Zella-Mehlis zum Arbeitskampf auf. Dies hat unmittelbare Folgen für die Tunnelkette der A71:

  • Betroffene Tunnel: Rennsteig, Hochwald, Alte Burg und Berg Bock.
  • Verkehrseinschränkungen: Aufgrund des Streiks in der Leitzentrale müssen aus Sicherheitsgründen Spursperrungen in beiden Fahrtrichtungen vorgenommen werden.
  • Sicherheit: Eine Notdienstvereinbarung mit der Autobahn GmbH stellt sicher, dass Notfälle trotz der Einschränkungen abgesichert bleiben.

Die Forderungen der Gewerkschaft

ver.di-Verhandlungsführer Oliver Bandosz betont, dass die hohe Streikbereitschaft ein direktes Signal an die Geschäftsführung sei. Die Gewerkschaft fordert:

  • 7 % mehr Gehalt, mindestens aber einen Sockelbetrag von 300 Euro monatlich.
  • 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte.
  • Eine kurze Laufzeit von 12 Monaten.

Angesichts von rund 1.000 unbesetzten Stellen bei der Autobahn GmbH sieht die Gewerkschaft attraktive Tarifbedingungen als alternativlos an, um den gewaltigen Sanierungsstau auf Deutschlands Autobahnen bewältigen zu können.

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