Ein einschlägig bekannter 63-jähriger Tatverdächtiger hielt am vergangenen Sonntag die Polizei in Sonneberg in Atem. Der Mann wandte erneut die betrügerische Masche des „Zettel-Stift-Tricks“ an: Er klingelte bei Anwohnern und bat um Schreibutensilien, um angeblich eine Nachricht für Nachbarn zu hinterlassen – ein Vorwand, um sich Zutritt zu den Wohnräumen zu verschaffen.
Am Sonntagnachmittag wurde der Gesuchte in der Friesenstraße von einem aufmerksamen Bewohner wiedererkannt, woraufhin dieser sofort die Polizei verständigte. Trotz einer zwischenzeitlichen Flucht setzte der Beschuldigte sein Vorhaben in der Bert-Brecht-Straße fort. Er steht zudem im dringenden Verdacht, einem weiteren Geschädigten ein Mobiltelefon entwendet zu haben.
Dank einer präzisen Personenbeschreibung und intensiver Fahndungsmaßnahmen stellten die Beamten den Mann gegen 18:30 Uhr in der Bahnhofstraße. Der erheblich alkoholisierte Festgenommene reagierte äußerst aggressiv, bestritt die Vorwürfe und beleidigte die Polizisten massiv. Zur Gefahrenabwehr wurde er in Unterbindungsgewahrsam genommen und erst am Montagmorgen wieder entlassen. Die Ermittlungen zum Diebstahl und den Betrugsversuchen dauern an.


