Überblick: Notfahrpläne in Thüringen zum 3-Tage-Streik

0
20

Ab Montag, dem 9. März 2026, müssen sich Fahrgäste in weiten Teilen Thüringens auf massive Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen, der bis zum frühen Donnerstagmorgen andauern wird. Während der reguläre Linienbetrieb in vielen Städten nahezu vollständig zum Erliegen kommt, versuchen einige Verkehrsunternehmen, durch Notfahrpläne eine Grundversorgung – insbesondere für den Schüler- und Berufsverkehr – aufrechtzuerhalten. Stand ist dabei 8. März 2026 – es kann aber kurzfristig auch Änderungen geben.

Wo werden Notfahrpläne angeboten?

Die Umsetzung eines Notverkehrs hängt stark von der Streikbeteiligung vor Ort ab. Folgende Städte und Regionen planen ein eingeschränktes Angebot:

  • Erfurt (EVAG): Trotz des Streikaufrufs wird versucht, einen Notbetrieb auf den Stadtbahn-Linien sowie ausgewählten Bus-Linien anzubieten. Die Fahrten sollen in der digitalen Fahrplanauskunft verfügbar sein, stehen jedoch unter dem Vorbehalt kurzfristiger Änderungen.
  • Gera (GVB): Hier ist ein Notfahrplan für die Straßenbahnlinie 3 und die Buslinie 17 vorgesehen. Zwischen 6:00 und 18:00 Uhr sollen diese Linien jeweils zweimal pro Stunde verkehren. Andere Linien und der Kundenservice bleiben geschlossen.
  • Weimar (Stadtwirtschaft): Ein reduziertes Angebot soll vorrangig den Schülerverkehr absichern. Geplant sind 30-Minuten-Takte für die Linien 1 und 7 (ab 4:30 Uhr) sowie für die Linien 2, 5 und 8 (ab 5:00 Uhr). Die weiteren Linien 3, 4, 6 und 9 verkehren in deutlich größeren Zeitabständen (60 bis 120 Minuten).
  • Jena und Saale-Holzland-Kreis (JNV/JES): Ein regulärer Straßenbahnbetrieb findet nicht statt. Auf den Buslinien 16, 28, 47 und 48 werden einzelne Fahrten durch Subunternehmer oder nicht bestreikte Partner bedient.
  • Unstrut-Hainich-Kreis & Kyffhäuserkreis: Während die Stadtbusse in Mühlhausen und Sondershausen planmäßig verkehren sollen, gibt es für die Regionalbusverbindungen im Raum Mühlhausen und Bad Langensalza spezifische Notfahrpläne.

Regionen ohne flächendeckendes Notangebot

In Städten wie Nordhausen und Gotha (Thüringer Waldbahn) muss mit einem fast vollständigen Stillstand gerechnet werden. Hier konzentrieren sich die Streikmaßnahmen direkt auf die Betriebshöfe und Depots.

Wichtige Hinweise für Fahrgäste

  1. Digitale Auskunft nutzen: Fahrgäste sollten sich unmittelbar vor Fahrtantritt über die Apps der Verkehrsbetriebe (z.B. EVAG-App, VMT-App) oder die dynamischen Anzeigen an den Haltestellen informieren.
  2. Schülerverkehr: Trotz der Bemühungen um Notfahrpläne kann der Schülerverkehr vielerorts nicht garantiert werden. Schulen sind in der Regel über die Situation informiert.
  3. Zeitraum: Der Streik endet offiziell in der Nacht auf Donnerstag (12. März). Am Donnerstagmorgen kann es in den frühen Stunden noch zu vereinzelten Verzögerungen kommen, bis der reguläre Takt wieder vollständig hergestellt ist.

Alle News direkt & kostenlos bekommen

Immer auf dem Laufenden bleiben mit unsere kostenlosen News-Channeln auf allen Plattformen: Die Nachrichten-Kanäle sind komplett kostenfrei und können jederzeit auch wieder verlassen werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein