Für die traditionsreiche Rosenbrauerei Pößneck beginnt offiziell eine neue Zeitrechnung. Nachdem das Unternehmen im Februar 2025 Insolvenz anmelden musste, ist die Zukunft des Standorts nun langfristig gesichert. Wie das Unternehmen bekannt gab, hat der Unternehmer André Panse, Inhaber der Greizer Vereinsbrauerei, die Brauerei zum 16. März 2026 übernommen.
Eine „Thüringer Lösung“ für die Traditionsmarke
Mit der Übernahme durch André Panse bleibt die Rosenbrauerei in regionaler Hand. Panse, der bereits die Vereinsbrauerei Greiz erfolgreich führt, gilt als Kenner des Marktes und Verfechter lokaler Brautradition.
Für die Kunden und die Stadt Pößneck ist dies ein Signal der Stabilität. In einer emotionalen Mitteilung betonte die Brauerei, dass der Kern des Unternehmens erhalten bleibt:
- Personal: Die vertrauten Gesichter der Belegschaft bleiben an Bord.
- Sortiment: Die beliebten Rezepturen und Biersorten werden unverändert weitergeführt.
- Standort: Die Produktion in Pößneck ist gesichert.
Rückblick: Ein Jahr des Bangens
Hinter der Rosenbrauerei liegt ein turbulentes Jahr. Steigende Produktionskosten und ein schwieriges Marktumfeld hatten den 1866 gegründeten Familienbetrieb in Schieflage gebracht. Unter dem Insolvenzverwalter Rolf Rombach wurde der Betrieb stabilisiert, während die Kampagne „Für immer Rosi“ eine Welle der Solidarität in der Bevölkerung auslöste.
Synergien und Leidenschaft
Die Zusammenführung der Rosenbrauerei mit der Expertise aus Greiz verspricht wichtige Synergien in Logistik und Vertrieb, ohne die Individualität der Marke „Rosen“ aufzugeben. „Wir starten mit frischer Kraft in eine neue Zukunft“, heißt es aus Pößneck. Ein besonderer Dank gilt der Gemeinschaft vor Ort, die der Brauerei während der Sanierungsphase die Treue gehalten hat


