Ein Leck an einem geparkten Lastkraftwagen führte am Montagmorgen zu einem Großeinsatz von Rettungskräften und Feuerwehr auf der Autobahn 4. Aus einem Container trat eine gesundheitsgefährdende Chemikalie aus.
Ein Gefahrgutunfall hat am Montag (03.08.2026) für Behinderungen auf der A4 in Fahrtrichtung Dresden gesorgt. Gegen 08:50 Uhr wurde festgestellt, dass auf der Tank- und Rastanlage Eichelborn Süd flüssiger Gefahrstoff tropfend aus einem geparkten Lkw austrat.
Chemikalie Butylmethacrylat ausgetreten
Bei der auslaufenden Flüssigkeit handelte es sich um Butylmethacrylat – eine klare, farblose chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureester. Der Stoff wird unter anderem für die Herstellung von Acrylharzen, Automobillacken, Klebstoffen sowie Textil- und Lederbeschichtungen verwendet.
Da die Substanz Haut, Augen und Atemwege reizen kann, spontan zu heftigen Reaktionen neigt und mit einem Flammpunkt zwischen 23 bis 60 Grad als leicht entzündlich gilt, leiteten die Einsatzkräfte umgehend umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ein.
Feuerwehr stoppt Leckage – Fünfstündige Sperrung
Die umgehend alarmierte Feuerwehr lokalisierte den beschädigten Gefahrstoffcontainer im Fahrzeug und konnte das Leck erfolgreich abdichten, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern.
Für die Dauer des Einsatzes sowie die anschließenden Sicherungsarbeiten musste die Tank- und Rastanlage Eichelborn Süd für etwa fünf Stunden vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Eine Gefährdung für die Bevölkerung außerhalb des unmittelbaren Bereichs bestand nach Angaben der Einsatzkräfte nicht.


