Starker Regen und Unachtsamkeit haben am Montagmorgen, dem 31. August 2026, zu einer Reihe von Verkehrsunfällen auf den thüringischen Bundesautobahnen geführt. Nicht angepasste Geschwindigkeit auf nasser Fahrbahn sowie teils abgefahrene Reifen waren laut der Autobahnpolizeiinspektion Thüringen die Hauptursachen für die Kollisionen auf der A4, A9 und A71.
Die Vorfälle im Überblick
- A9 Richtung München (Eisenberg – Bad Klosterlausnitz, ca. 07:20 Uhr): Ein Kleintransporter von Mercedes geriet bei Regen ins Schleudern, prallte gegen die mittlere Schutzplanke und kam auf dem Standstreifen zum Stehen. Aufgrund verteilter Trümmerteile musste die Richtungsfahrbahn München für etwa 50 Minuten voll gesperrt werden. Der Sachschaden wird auf rund 6.000 Euro geschätzt.
- A9 Richtung Berlin (Eisenberg – Droyßig, ca. 07:55 Uhr): Mangelhafte Bereifung und zu hohes Tempo führten dazu, dass ein 62-Jähriger mit seinem VW nach rechts abkam und seitlich mit einem Sattelzug kollidierte. Nach der Beräumung der Fahrbahn konnte der Verkehr fortgesetzt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 30.000 Euro.
- A4 Richtung Frankfurt am Main (Gotha – Gotha-Boxberg, ca. 07:55 Uhr): Ein Mercedes-Fahrer geriet auf nasser Fahrbahn ins Schleudern, da die Verschleißgrenze seiner Reifen erreicht war. Das Fahrzeug prallte erst in die Mittelleitplanke, wurde abgewiesen und stieß anschließend mit einem Lkw zusammen. Verletzt wurde niemand. Für die dreistündigen Bergungsarbeiten musste der rechte Fahrstreifen gesperrt werden. Der Schaden beläuft sich auf zirka 10.000 Euro.
- A4 Richtung Frankfurt am Main (Rüdersdorf – Hermsdorf-Ost, ca. 08:10 Uhr): Eine 21-jährige BMW-Fahrerin verlor bei Aquaplaning die Kontrolle über ihr Fahrzeug, drehte sich um die eigene Achse und kam entgegengesetzt der Fahrtrichtung im Chausseegraben zum Stehen. Die Fahrerin erlitt leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt bei rund 10.000 Euro.
- A71 Richtung Sangerhausen (Arnstadt-Nord – Erfurter Kreuz, Montagmorgen): Beim Wechsel auf den Zubringer zur A4 Richtung Dresden geriet ein Opel-Kleintransporter wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ins Rutschen und prallte gegen ein Verkehrsschild. Der Sachschaden blieb mit etwa 1.000 Euro gering.
Appell der Polizei
Die Autobahnpolizei weist angesichts der Ereignisse erneut darauf hin, die Fahrweise bei Regen und Nässe unverzüglich den Witterungsverhältnissen anzupassen und das Profil der Fahrzeugbereifung regelmäßig zu überprüfen.


