Am Sonntagvormittag, den 13. September 2026, ereigneten sich im Weimarer Ortsteil Lützendorf schwerwiegende Detonationen. Um 11:06 Uhr ging die erste Notrufmeldung ein. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler führten zwei aufeinanderfolgende Explosionen zur vollständigen Zerstörung von zwei unabhängig voneinander stehenden Gebäuden. Der entstandene Sachschaden geht in die Millionen.
Schneller Großeinsatz der Rettungskräfte
Feuerwehr und Polizei trafen bereits drei Minuten nach dem ersten Notruf um 11:09 Uhr am Einsatzort ein und begannen unverzüglich mit den Löscharbeiten. Die Intensität des Schadensbildes machte umgehend den Hinzuzug weiterer Unterstützungskräfte erforderlich.
Insgesamt waren knapp 50 Einsatzkräfte der Landespolizeiinspektion Jena, der Bereitschaftspolizei Thüringen sowie Spezialkräfte des Landeskriminalamts (LKA) und der Landespolizei im Einsatz. Die operative Einsatzleitung liegt bei der Polizeiinspektion Weimar.
Aufwendige Bergungs- und Suchmaßnahmen
Da am Einsatzort weiterhin ein männlicher Bewohner vermisst wird, leiten die Feuerwehr der Stadt Weimar und das Technische Hilfswerk (THW) umfangreiche Bergungsmaßnahmen zur Schutträumung ein. Die Beräumung des Trümmerfelds gestaltet sich aufgrund des massiven Zerstörungsgrads der Gebäude komplex.
Kriminalpolizei geht von vorsätzlicher Tat aus
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass die Explosionen vorsätzlich unter Zuhilfenahme von Gasflaschen herbeigeführt wurden. Spezialkräfte der Kriminalpolizei haben vor Ort die Spurensicherung übernommen, um die genauen Hintergründe und den exakten Tatablauf zu rekonstruieren. Die polizeilichen Maßnahmen und die Suche nach dem Vermissten dauern an.


