Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat sich am Sonntagvormittag auf der Bundesstraße 243 in der Gemeinde Hohenstein ereignet. Zwischen den Ortschaften Günzerode und Holbach kam es zu einer Massenkarambolage mit vier beteiligten Fahrzeugen, bei der vier Personen verletzt wurden.
Frontalzusammenstoß auf der Gegenfahrbahn
Nach Angaben der Polizei geriet eine 63-jährige Autofahrerin aus bislang ungeklärter Ursache mit ihrem Pkw auf die Fahrspur des Gegenverkehrs. Dort kollidierte sie frontal mit einem entgegenkommenden Skoda Fabia.
Die Erschütterung und die plötzliche Hindernislage überraschten die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer: Zwei weitere Fahrzeuge, die jeweils hinter den Erstbeteiligten unterwegs waren, konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallten ebenfalls in die verunglückten Autos.
Schwerverletzte Fahrerin und Verlust eines Haustiers
Bei der Kettenschaltung von Zusammenstößen erlitt die 63-jährige Unfallverursacherin schwere Verletzungen. Drei weitere Insassen der beteiligten Fahrzeuge wurden leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte alle vier Verletzten zur medizinischen Versorgung in das Südharzklinikum nach Nordhausen.
Für einen kleinen Mitfahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät: Ein Chihuahua, der im Auto der Unfallverursacherin mitreiste, verstarb noch an der Unfallstelle.
Dreistündige Vollsperrung und hoher Sachschaden
Die B 243 musste für die Bergungsarbeiten, die Versorgung der Verletzten und die polizeiliche Unfallaufnahme für rund drei Stunden komplett gesperrt werden. Es bildete sich spürbarer Rückstau.
Sämtliche beteiligte Pkw erlitten durch die Wucht der Aufpralle so schwere Beschädigungen, dass sie nicht mehr fahrbereit waren und von Abschleppdiensten geborgen werden mussten. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtsachschaden auf über 50.000 Euro.


