Mutmaßlicher Wolfsangriff in Breitenworbis: Dutzende Schafe getötet oder verletzt

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Ein dramatischer Vorfall hat in der Nacht zum Donnerstag die Polizei und einen Tierhalter im Landkreis Eichsfeld auf Trab gehalten. Eine riesige Schafherde war von ihrer Weide ausgebrochen und auf die Landstraße gelaufen. Wie sich später herausstellte, war der Grund für den Ausbruch höchstwahrscheinlich ein Wolfsangriff.

Nächtlicher Polizeieinsatz auf der L 1014

Gegen 00:46 Uhr meldete ein aufmerksamer Bürger der Polizei eine sehr große Herde freilaufender Schafe auf der L 1014 zwischen Breitenworbis und Haynrode. Gemeinsam mit dem umgehend verständigten Tierhalter waren vier Polizeibeamte bis etwa 02:30 Uhr im Einsatz, um die ausgerissenen Tiere wieder einzufangen und zu sichern.

Die Schafe stammten von einer Weide in der Gemarkung Breitenworbis Schacht Bernterode, gelegen zwischen der K 209 und der L 3080.

Gutachten bestätigt Verdacht auf Wolfsriss

Das Ausmaß des nächtlichen Schreckens zeigte sich erst am Morgen: Der Tierhalter entdeckte auf der Weide mehrere tote und verletzte Tiere und schaltete sofort das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs in Erfurt ein, das für die Begutachtung von Schäden durch Großraubtiere zuständig ist.

Gegen 17:30 Uhr informierte der Halter die Polizeiinspektion Eichsfeld über das Ergebnis der Erstuntersuchung: Der Gutachter stuft einen Wolfsriss als sehr wahrscheinlich ein. Vor Ort wurden genetische Proben genommen, um den Verdacht zweifelsfrei zu bestätigen.

Nach derzeitigem Stand der Polizei sieht die traurige Bilanz wie folgt aus:

  • 6 getötete Schafe
  • 25 verletzte Tiere

Wichtiger Hinweis für Passanten und Autofahrer

Aufgrund der Ereignisse in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag steht die betroffene Schafherde massiv unter Stress und reagiert extrem nervös auf jegliche Beunruhigung.

Die Polizei richtet daher zwei dringende Appelle an die Öffentlichkeit:

  • Spaziergänger und Wanderer werden gebeten, sich strikt von der Schafherde fernzuhalten, um die Tiere nicht weiter in Panik zu versetzen.
  • Fahrzeugführer in der Region sollten besonders aufmerksam fahren und verstärkt auf Wild sowie möglicherweise erneut aufgeschreckte Tiere achten.

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