Die OXG Glasfaser GmbH beabsichtigt, in Mühlhausen (Thüringen) mehr als 12.200 Haushalte eigenwirtschaftlich an ein offenes Glasfasernetz anzuschließen. Die Maßnahme erfolgt ohne Kosten für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bewohnerinnen und Bewohner und befindet sich derzeit in der Planungsphase. Ziel ist die Bereitstellung leistungsfähiger FTTH-Anschlüsse („Fiber To The Home“), bei denen die Glasfaserleitung direkt bis in die jeweilige Wohneinheit verlegt wird. Kupferbasierte Übergangstechnologien kommen dabei nicht zum Einsatz.
Nach Angaben des Unternehmens soll der Ausbau eine zukunftssichere digitale Infrastruktur schaffen, die hohe Übertragungsraten und stabile Verbindungen auch bei intensiver Nutzung gewährleistet. Die Glasfaseranschlüsse ermöglichen bereits heute Gigabit-Geschwindigkeiten und gelten als wertsteigernd für Immobilien. Eigentümerinnen und Eigentümer profitieren somit nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich von der Maßnahme.
Das Netz von OXG basiert auf dem Open-Access-Prinzip. Dadurch können Endkundinnen und Endkunden frei wählen, welchen Telekommunikationsanbieter sie für ihren Internetzugang nutzen möchten. Neben Vodafone sollen künftig auch Anbieter wie 1&1 und Bahnhof Nätverk Produkte über das OXG-Netz vermarkten. Zudem wurde eine Absichtserklärung über eine strategische Kooperation mit der Thüringer Netkom unterzeichnet, die ebenfalls eine Vermarktung in Mühlhausen vorsieht.
Die Glasfaseranschlüsse werden ohne baulichen Aufwand für die Eigentümerinnen und Eigentümer bereitgestellt. Für die Nutzung fallen lediglich die Kosten für einen Internetvertrag bei einem frei wählbaren Anbieter an. Bestehende Telekommunikationsanschlüsse bleiben erhalten, sodass kein unmittelbarer Wechsel erforderlich ist.
Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns begrüßt die Initiative und bezeichnet OXG als neuen Partner für den Breitbandausbau in der Stadt. Die Maßnahme soll einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Entwicklung der Region leisten und die Grundlage für moderne Kommunikations- und Arbeitsformen schaffen. Interessierte Haushalte können sich auch während der Bauphase noch für einen Anschluss registrieren.


