Schnell ans Ziel zu kommen – und das möglichst ohne auf einem Blitzerfoto zu landen. Nach diesem Motto handelte am gestrigen Nachmittag ein 44-jähriger Autofahrer auf der A4 in Richtung Dresden. Hinter dem Lobdeburgtunnel bei Jena gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Der Mann war jedoch mit 180 km/h unterwegs, bremste lediglich kurz vor dem stationären Blitzer ab und beschleunigte anschließend wieder stark. Was er dabei übersah: Die Autobahnpolizei fuhr unauffällig in einem zivilen Videomessfahrzeug hinter ihm her.
Bei der Kontrolle war die überhöhte Geschwindigkeit jedoch nicht sein einziges Problem. Auf seinem Handy nutzte er aktiv eine Blitzerwarn-App – ein klarer Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung.
Zwar zeigte sich der Fahrer einsichtig, dennoch muss er nun mit einem Bußgeld von über 400 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem zweimonatigen Fahrverbot rechnen. Für die Nutzung der Warn-App kommen zusätzlich 75 Euro und ein weiterer Punkt hinzu.
Der Einsatz von Geräten oder Apps, die vor Geschwindigkeitskontrollen warnen, ist ausdrücklich verboten. Die entsprechende Regelung findet sich in § 23 Abs. 1c StVO.
Überhöhte Geschwindigkeit zählt weiterhin zu den häufigsten Unfallursachen auf Thüringer Autobahnen. Wer sich an die vorgeschriebenen Tempolimits hält, trägt nicht nur zur eigenen Sicherheit bei, sondern benötigt auch keine Warn-Apps – und muss keine Sanktionen befürchten.

