Der Krankenstand in Thüringen ist im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Beschäftigte, die bei der DAK versichert sind, fehlten durchschnittlich an 21,6 Kalendertagen – etwas weniger als 2024 mit 22,3 Tagen. Hauptursache für Arbeitsausfälle blieben Muskel-Skelett-Erkrankungen, deren Fehltage im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent zunahmen. Auf den weiteren Plätzen folgten Atemwegsinfekte sowie psychische Erkrankungen. Insgesamt bleibt der Krankenstand im Freistaat jedoch auf einem hohen Niveau. Die DAK-Gesundheit fordert daher eine umfassende Analyse der Ursachen. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenkassen sollten gemeinsam nach neuen Lösungen suchen und verstärkt auf gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen setzen. Weitere Informationen finden Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.
Beschäftigte in Thüringen im Durchschnitt an 21,6 Tagen krankgeschrieben
- Krankenstand 2025 im Vergleich zu 2024 um 5,9 Prozent gesunken
- Deutlicher Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um 6,9 Prozent
- DAK-Landeschef Marcus Kaiser fordert intensivere Ursachenforschung und mehr Fokus auf betriebliches Gesundheitsmanagement
Der Krankenstand in Thüringen ist 2025 leicht zurückgegangen. DAK-versicherte Beschäftigte waren im Schnitt 21,6 Tage krankgeschrieben und damit seltener arbeitsunfähig als im Vorjahr. Die meisten Fehltage entfielen erneut auf Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 436 Tagen je 100 Versicherte (2024: 433). Atemwegserkrankungen wie Bronchitis belegten Platz zwei und lagen mit 431 Fehltagen unter dem Vorjahreswert. Psychische Erkrankungen folgten auf Rang drei und stiegen deutlich auf 328 Fehltage je 100 Versicherte.
„Mit durchschnittlich 21,6 Krankheitstagen pro Kopf bleibt der Krankenstand hoch. Wir brauchen eine gründliche Ursachenanalyse und neue Lösungsansätze. Dafür müssen Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen enger zusammenarbeiten“, betont DAK-Landeschef Marcus Kaiser.
Krankenstand über Bundesniveau
Thüringen liegt weiterhin über dem bundesweiten Durchschnitt. Deutschlandweit fehlten DAK-versicherte Beschäftigte 2025 im Schnitt 19,5 Tage – Thüringen liegt damit 10,7 Prozent darüber. Noch höhere Werte verzeichneten Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Am niedrigsten waren die Fehlzeiten in Baden-Württemberg.
Potenziale im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Marcus Kaiser sieht große Chancen in einem systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur seien entscheidend, um Fehlzeiten zu reduzieren. Die DAK-Gesundheit unterstützt Unternehmen dabei, entsprechende Strukturen nachhaltig aufzubauen.
Die Analyse basiert auf Daten des Berliner IGES Instituts, das die Krankmeldungen von rund 50.450 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Thüringen ausgewertet hat.


