Ein handgranatenähnliches Objekt hielt am Donnerstagnachmittag die Einsatzkräfte in Meiningen in Atem. Nach einer weiträumigen Absperrung und der Evakuierung mehrerer Gebäude mussten Experten des Landeskriminalamtes (LKA) eingreifen.
Der Alarm wurde am Donnerstagnachmittag durch eine aufmerksame Zeugin ausgelöst. Der Finderin war bereits einen Tag zuvor ein verdächtiger Gegenstand nahe des Schloßplatzes aufgefallen; am Donnerstag informierte sie schließlich die Polizei über den Fund, der augenscheinlich wie eine Handgranate wirkte.
Evakuierung und weiträumige Absperrung
Die Reaktion der zuständigen Beamten erfolgte unmittelbar: Um jede Gefahr für Passanten und Anwohner auszuschließen, wurde der Bereich um den Schloßplatz weiträumig abgeriegelt. Mehrere umliegende Gebäude mussten geräumt werden, darunter:
- Das Museum sowie die Stadtverwaltung
- Ein ansässiger Kindergarten
- Ein Café im unmittelbaren Umkreis
Kontrollierte Sprengung durch das LKA
Am Donnerstagabend trafen Spezialisten des Thüringer Landeskriminalamtes am Einsatzort ein. Nach einer ersten Lageeinschätzung entschieden sich die Experten für eine kontrollierte Sprengung des Objekts direkt vor Ort.
Ob es sich bei dem Fund tatsächlich um eine scharfe Handgranate oder eine täuschend echte Attrappe gehandelt hat, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Unklar bleibt bislang auch, auf welchem Weg der Gegenstand zum Schloßplatz gelangte.
Zeugen gesucht
Die Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls. Jeder Hinweis zum Hergang oder zu beteiligten Personen ist für den ermittelnden Beamten von Bedeutung. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 03693 591-0 entgegengenommen. Bitte geben Sie bei Ihrem Anruf das Aktenzeichen 0037959/2026 an.


