Ein psychischer Ausnahmezustand hat in der Nacht zu Donnerstag, dem 14. Mai 2026, zu einem gefährlichen Polizeieinsatz in Nordhausen geführt. Ein 24-jähriger Mann sprang zunächst aus dem Fenster einer Wohnung und zog anschließend mit einer Machete bewaffnet vor das örtliche Krankenhaus.
Flucht durch das Fenster endet auf Pkw-Motorhaube
Der Vorfall begann in einem Mehrfamilienhaus in Nordhausen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei sprang der 24-Jährige kurz vor dem Einsatz aus dem Fenster seiner im ersten Obergeschoss gelegenen Mietwohnung.
Bei dem tiefen Sturz blieb der Mann offenbar weitgehend unverletzt, richtete jedoch beträchtlichen Schaden an: Er landete direkt auf dem Auto eines 75-jährigen Mannes, das unglücklicherweise genau unter dem Fenster geparkt war. An der Motorhaube und der Windschutzscheibe des Fahrzeugs entstand dabei erheblicher Sachschaden.
Klinikpersonal reagiert geistesgegenwärtig
Kurz nach 03:30 Uhr verlagerte sich das Geschehen zum Haupteingang des Südharzklinikums. Dort tauchte der 24-Jährige im Außenbereich auf und fuchtelte wild mit einer Machete umher.
Dass die Situation nicht eskalierte, ist der schnellen Reaktion der Klinikmitarbeiter zu verdanken. Das Krankenhauspersonal bemerkte den bewaffneten Mann rechtzeitig und hielt die Eingangstüren konsequent verschlossen, sodass der Angreifer nicht in das Gebäude gelangen konnte.
Festnahme und Einweisung in die Psychiatrie
Die alarmierten Beamten des Inspektionsdienstes Nordhausen trafen kurz darauf ein und konnten den Mann entwaffnen. Bereits bei der Festnahme stellten die Polizisten deutliche Anzeichen dafür fest, dass der Beschuldigte sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand und nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war. Er wurde umgehend auf einer psychiatrischen Station des Klinikums aufgenommen.
Die Polizei hat gegen den 24-Jährigen entsprechende Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Bedrohung sowie der Sachbeschädigung eingeleitet.


