Betrug mit Fake-Smartphones in Jena: 16-Jähriger nach fingierter Übergabe festgenommen

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Ein vermeintliches Schnäppchen entpuppte sich für zwei Käuferinnen als kostspielige Betrugsmasche. Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Jena steht im dringenden Verdacht, gefälschte Smartphones als hochwertige Originalgeräte verkauft zu haben. Nach einer selbst initiierten Ermittlung der Geschädigten klickten nun die Handschellen.

Von der Online-Anzeige zur Täuschung

Ende April wurden eine Frau und ihre Tochter auf einem Online-Kleinanzeigenportal auf ein vermeintliches Samsung Galaxy S26 Ultra mit 1 TB Speicher aufmerksam. Der Kaufpreis von 900 Euro wirkte attraktiv. Bei einem persönlichen Treffen in Jena übergab der jugendliche Verkäufer das verpackte Gerät und flüchtete umgehend mit seinem Fahrrad, nachdem er das Bargeld entgegengenommen hatte. Erst im Nachgang bemerkten die Käuferinnen, dass sie Opfer eines Betrugs geworden waren: In der Verpackung befand sich kein Premium-Modell, sondern ein minderwertiges Plagiat.

Geschädigte überführen Tatverdächtigen selbst

Anstatt den Vorfall hinzunehmen, agierten die Betroffenen entschlossen. Als sie Wochen später eine nahezu identische Anzeige entdeckten, nahmen sie unter einem anderen Namen Kontakt zum Anbieter auf. Der Verdacht bestätigte sich schnell: Es handelte sich um denselben Verkäufer. Gemeinsam mit der Polizei organisierten die Geschädigten daraufhin eine fingierte Übergabe. Als der 16-Jährige am vereinbarten Treffpunkt erschien, um ein weiteres „Spitzen-Smartphone“ zu veräußern, schritten die Beamten ein und nahmen den Jugendlichen vorläufig fest. Auch bei diesem Gerät handelte es sich um eine Fälschung.

Durchsuchung liefert weitere Beweise

Die anschließenden Ermittlungen führten zu einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Tatverdächtigen. Dort fanden die Einsatzkräfte weiteres belastendes Material:

  • Mehrere gefälschte Smartphones („Fake-Handys“)
  • Diverse Verpackungsmaterialien
  • Weitere Datenträger

Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass der Jugendliche die Masche bereits mehrfach angewandt hat. Derzeit wird geprüft, ob dem Beschuldigten weitere Betrugsdelikte zugeordnet werden können und ob es weitere Geschädigte gibt.

Warnung der Polizei

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor dem Kauf hochpreisiger Elektronik über Online-Plattformen. Originalverpackungen seien keinesfalls als Garant für die Echtheit eines Produktes zu werten. Die Beamten raten dringend dazu, Geräte vor der Bezahlung stets auszupacken, einzuschalten und eingehend auf ihre Funktionsfähigkeit sowie ihre Echtheit zu prüfen.

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