Polizeieinsatz in Kahla: verfassungsfeindliche Parolen und Drohungen gegen Beamte

0
9

Ein Polizeieinsatz in der Moskauer Straße in Kahla ist am Dienstagabend eskaliert. Polizeibeamte wollten bei einem Anwohner eine Gefährderansprache durchführen, nachdem dieser in den Verdacht einer versuchten gefährlichen Körperverletzung im Stadtgebiet geraten war. Der Einsatz führte zu mehreren Ermittlungsverfahren.

Pöbeleien und Drohungen gegen Beamte

Bereits während des Aufenthalts der Polizei vor dem Gebäude wurden aus der betreffenden Wohnung bei geöffneten Fenstern lautstark verfassungsfeindliche Parolen gerufen. Die Rufe waren bis auf die Straße zu hören.

Zudem bedrohten zwei Männer im Alter von 19 und 49 Jahren die eingesetzten Beamten direkt. Gegenüber einem Beamten äußerte einer der beiden: „Zieh deine Weste und deine Handschuhe aus, leg die Pistole ab und komme nach dem Dienst zu mir, dass ich dir eine auf die Fresse hauen kann.“ Ein 49-Jähriger sagte zu einem weiteren Polizeibeamten: „Zieh deine Weste aus und dann haue ich dir auf die Schnauze.“

Nach den verbalen Entgleisungen und konkreten Gewaltandrohungen zogen die Polizisten weitere Einsatzkräfte hinzu. Mit dem Einverständnis des Wohnungsinhabers betraten die Beamten schließlich die Räumlichkeiten und beendeten die Zusammenkunft.

Gegen die Beteiligten wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen:

  • des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen,
  • Bedrohung,
  • Beleidigung sowie
  • versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Erneuter Polizeibesuch und weitere Zeugenaussage

Am darauffolgenden Tag suchten Beamte den Wohnungsinhaber erneut auf. Anlass war eine für den kommenden Freitag geplante Geburtstagsfeier. Im Rahmen einer weiteren Gefährderansprache stellte die Polizei klar, dass sie bei Straftaten oder nächtlichen Ruhestörungen konsequent und unverzüglich einschreiten wird.

Während dieses Eintreffens wandte sich eine Zeugin an die Einsatzkräfte. Sie gab an, bereits am 15. Juli aus genau dieser Wohnung lautstark die Parole „Sieg Heil“ sowie weitere verfassungsfeindliche Äußerungen gehört zu haben. Die Polizei hat daraufhin ein weiteres, gesondertes Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Alle News direkt & kostenlos bekommen

Immer auf dem Laufenden bleiben mit unsere kostenlosen News-Channeln auf allen Plattformen: Die Nachrichten-Kanäle sind komplett kostenfrei und können jederzeit auch wieder verlassen werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein