Ein Großbrand in der Straße „Am Horntale“ außerhalb der Ortslage von Westhausen hat am Samstagvormittag einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Mehrere Anrufer hatten gegen Vormittag gemeldet, dass eine dortige Halle in Flammen steht. Beim Eintreffen der ersten Einheiten brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung.
Mensch und Tier bleiben unverletzt
Trotz des raschen Ausmaßes des Brandes gibt es keine Schwerverletzten unter den Betroffenen: Alle Menschen sowie die in der Reithalle untergebrachten Tiere konnten das Gebäude rechtzeitig und unverletzt verlassen.
Während der umfangreichen Löscharbeiten zog sich jedoch ein Feuerwehrmann eine Rauchgasvergiftung zu. Er wurde zur medizinischen Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Erschwerte Löscharbeiten und Sperrung der L3080
Die Brandbekämpfung stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen:
- Photovoltaikanlage: Das Dach der rund 100 Meter langen Halle war vollständig mit Photovoltaikmodulen bedeckt, was das gezielte Löschen von außen erheblich erschwerte.
- Löschwasserversorgung: Da das Objekt außerhalb des Ortes liegt, gestaltete sich die Wasserversorgung schwierig. Für eine lange Schlauchstrecke nach Westhausen musste die Landstraße L3080 voll gesperrt werden.
Insgesamt waren über 200 Einsatzkräfte von 22 verschiedenen Feuerwehren vor Ort eingebunden. Erst gegen 21:00 Uhr konnte die Sperrung der L3080 nach Abschluss der Kernarbeiten wieder aufgehoben werden.
Hoher Sachschaden und unklare Ursache
Das 100 Meter lange Hauptgebäude brannte nahezu vollständig aus. Zudem wurde ein angrenzendes Wirtschaftsgebäude durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen.
Der Besitzer der Reithalle geht nach ersten Schätzungen von einem sechsstelligen Sachschaden aus. Die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar; Spezialisten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen und werden den Brandort untersuchen.


