Mit einer perfiden Betrugsmasche haben angebliche Polizeibeamte am Dienstag eine 86-jährige Seniorin in Eisenberg um ihre Ersparnisse und wertvolle Erinnerungsstücke gebracht. Der Fall nahm jedoch kurz darauf eine entscheidende Wendung, die für zwei mutmaßliche Täter hinter Gittern endete.
Täuschende Schock-Geschichte am Telefon
Die Täter kontaktierten die ältere Dame am Dienstagnachmittag und konfrontierten sie mit einer altbekannten Legende: In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft habe es Einbrüche gegeben, weshalb ihre Wertsachen nun durch die Polizei „in Sicherheit“ gebracht werden müssten. Die verängstigte Frau schenkte der Schilderung Glauben und übergab schließlich 3.200 Euro Bargeld sowie zahlreiche Schmuckstücke – darunter auch ihren Ehering mit persönlicher Gravur – an einen Abholer.
Ermittlungserfolg nach Fahndung
Im Zuge der umgehend eingeleiteten Ermittlungen geriet ein verdächtiger VW ins Visier der Beamten. Die gezielte Fahndung führte in Südthüringen zum Erfolg: Kräfte der Polizeiinspektion Hildburghausen konnten das Fahrzeug stoppen und die Insassen kontrollieren.
Bei den beiden 17 und 19 Jahre alten Tatverdächtigen russischer Staatsbürgerschaft stellten die Polizisten ein umfangreiches Sortiment an Gold- und Silberketten, Armbändern und Ringen sicher. Die Geschädigte aus Eisenberg identifizierte bei einer anschließenden Vorlage sowohl ihren Schmuck als auch den mutmaßlichen Abholer eindeutig.
Vorführung beim Haftrichter
Die beiden Jugendlichen bzw. Heranwachsenden wurden vorläufig festgenommen. Sie sollen noch am heutigen Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Kriminalpolizei in Suhl ist ebenfalls in die Ermittlungen eingebunden und prüft derzeit, ob weiteres aufgefundenes Beutegut noch anderen bislang ungeklärten Straftaten zugeordnet werden kann.


