Klimaanpassung in Thüringen: viel Geld für Projekte für Hitze- und Naturschutz

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Angesichts spürbar zunehmender Hitzeperioden, extremer Trockenheit und steigender Waldbrandgefahren gewinnt die kommunale Klimaanpassung massiv an Bedeutung. Laut aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), auf die sich die Bundesregierung bezieht, ist die Erwärmung in Deutschland – insbesondere in Ost- und Süddeutschland – drastisch vorangeschritten. Die Durchschnittstemperaturen sind demnach gegenüber der vorindustriellen Zeit um fast 2,5 Grad gestiegen. Folgen wie Tropennächte, eine höhere Hitzebelastung und maximale Waldbrandgefahren fallen in diesen Regionen besonders stark ins Gewicht – eine Entwicklung, bei der Hitze in Deutschland mittlerweile mehr Todesopfer fordert als der Straßenverkehr.

Bundesmittel für Thüringer Kommunen

Um den Regionen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unter die Arme zu greifen, fließen im Rahmen von Förderprogrammen wie der Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS) und dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) Bundesmittel in die Bundesländer. Für Thüringen ist in diesem Kontext ein voraussichtlicher Mittelabfluss für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 in Höhe von insgesamt 402.742,60 Euro verzeichnet.

Die geförderten Projekte im Detail

Mehrere Kommunen und Landkreise in Thüringen nutzen diese Finanzhilfen, um konkrete Anpassungs- und Schutzkonzepte auf den Weg zu bringen oder bereits umzusetzen:

  • Stadt Kahla: Für die Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz (ANK-DAS-A1) veranschlagt das Projekt Gesamtausgaben von 188.145,55 Euro, unterstützt durch bewilligte Bundesmittel in Höhe von 150.517,24 Euro (Mittelabfluss 2025/2026: 125.373,66 Euro). Die konkrete Umsetzung eines integrierten Klimaanpassungskonzepts (DAS-A2) umfasst Gesamtausgaben von 243.252,16 Euro bei bewilligten Bundesmitteln von 191.488,00 Euro (Mittelabfluss 2025/2026: 21.051,49 Euro).
  • Landkreis Nordhausen: Der Landkreis erarbeitet gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen ein Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz (ANK-DAS-A1). Das Projekt weist Gesamtausgaben von 317.672,00 Euro auf, wobei 254.297,00 Euro an Bundesmitteln bewilligt wurden (Mittelabfluss 2025/2026: 145.124,88 Euro).
  • Stadt Weimar: Zur Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz (ANK-DAS-A1) erhält Weimar Bundesmittel in Höhe von 150.667,36 Euro bei Gesamtausgaben von 206.847,00 Euro (Mittelabfluss 2025/2026: 92.828,41 Euro).
  • Landkreis Eichsfeld: Auch im Landkreis Eichsfeld wird ein Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz (ANK-DAS-A1) auf den Weg gebracht. Hier belaufen sich die Gesamtausgaben auf 271.007,64 Euro, von denen 215.840,14 Euro als Bundesmittel bewilligt wurden (Mittelabfluss 2025/2026: 14.364,14 Euro).

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