Start Thüringen Weimar: Stadtwerke stellen die öffentliche Ladesäulen auf verbrauchsabhängige Abrechnung um

Weimar: Stadtwerke stellen die öffentliche Ladesäulen auf verbrauchsabhängige Abrechnung um

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Weimar: Stadtwerke stellen die öffentliche Ladesäulen auf verbrauchsabhängige Abrechnung um

Die Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH hat die
Abrechnung der öffentlichen Ladestationen in Weimar ab dem
01.07.2020 umgestellt. Statt eines Pauschalpreises für den
Ladevorgang zahlen Elektroautomobilisten in Zukunft nach
geladener Strommenge.

An den AC-Ladesäulen der Stadtwerke wurde bisher jeder
Ladevorgang pauschal mit 4,50 € brutto abgerechnet. Egal, wie viel
Strom geladen wurde. Laden lohnte sich dann nur bei weitgehend
leerem Akku. Das ändert sich nun. Nach der abgeschlossenen
eichrechtskonformer Umrüstung der Ladesäulen durch den Hersteller
MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG ist jetzt eine
verbrauchsgenaue Abrechnung möglich.

Warum haben viele Ladestation-Betreiber bisher nicht nach kWh
abgerechnet? Für die Abrechnung nach kWh müssen in Deutschland
eichrechtskonforme Zähler in die Normalladesäulen (AC) eingebaut
werden. Das verlangt die Eichrechtsverordnung, die seit 1. Januar
2018 gilt. Während an herkömmlichen Tankstellen Benzin- und
Dieselzapfstellen geeicht sind, mussten bei Strom erst geeichte
Zähler in die Ladesäulen eingebaut werden. Nur für
Schnellladesäulen (DC) wie in der Damaschkestraße gibt es noch
keine eichrechtskonformen Zähler. Hier wird weiter pauschal
abgerechnet.

Die Stadtwerke Weimar berechnen ihren Kunden 45 ct brutto pro kWh
beim Laden an den eigenen Ladesäulen und denen der
Netzwerkpartner von ladenetz.de. In der Phase der Absenkung der
MwSt. sind es bis 31.12.2020 sogar nur 44 ct brutto pro kWh. Dazu
kommen einmalig 10 € für die europaweit funktionierende LadenetzKarte sowie eine monatliche Service-Pauschale von 10 € u. a. für die
Nutzung des Kundenportals und die Dokumentation der
Ladevorgänge. Alle anderen Nutzer bezahlen den Tarif ihres
Ladekarten-Anbieters. In Thüringen gibt es mittlerweile mehr als 600
Ladepunkte. Die Stadtwerke betreiben 12 Ladesäulen (eine davon als
DC-Ladesäule) mit insgesamt 25 Ladepunkten, die alle mit Öko-Strom
gespeist werden und rund um die Uhr erreichbar sind.

AC bedeutet Wechselstrom und DC Gleichstrom. Zum Laden an einer
AC-Ladestation muss ein Fahrzeug mit Gleichrichter und
Ladeelektronik ausgestattet sein. Hier sind im Allgemeinen
Ladeleistung mit bis zu 22 kW möglich. Bei einer DCLadestation befindet sich die entsprechende Technik in der Ladestation selbst. Hier sind zur Zeit Ladeleistungen bis zu 50 kW möglich. In naher Zukunft werden auch DC-Stationen mit bis zu 150
kW zur Verfügung stehen.

Wer nicht allein auf öffentliche Ladesäulen angewiesen sein will, dem
ermöglichen die Stadtwerke Weimar auch das Laden von zu Hause
aus. Mit dem Produkt WeimarStrom Mobil / Solar Öko können
Elektrofahrzeugbesitzer und Plug-in-Hybrid-Fahrer günstiger als mit
üblichem Haushaltsstrom laden. Um die preiswerteren Autostromtarife
zu nutzen, benötigt es lediglich einen zweiten Zähler. StadtwerkeKunden, die noch kein E-Auto besitzen, erhalten beim Elektroautokauf, mit dem Vorteilspaket einen Bonus von 100 €. Die Anschaffung einer Wallbox (Wandladebox) wird ebenfalls gefördert.
Der Vorteil: An einer Wandladebox werden E-Autos schneller und
sicherer geladen als an der normalen Steckdose.

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