TÜV Thüringen: Gas-Anlagen in Wohnmobilen sollten regelmäßig geprüft werden

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Wohnmobile und Caravan werden für Urlaubsfahrten oder Kurztrips immer beliebter – gerade in diesem Jahr liebäugeln aufgrund der Corona-Pandemie viele mit einem Urlaub im fahrbaren Zuhause. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Vermietstationen nahezu ausgebucht sind. In Sachen Sicherheit gibt es jedoch einiges zu beachten: alle sicherheitsrelevanten Einrichtungen müssen einwandfrei funktionieren und auch die verbaute Gasanlage muss dicht und fachmännisch geprüft sein. Torsten Hesse vom TÜV Thüringen erklärt worauf noch zu achten ist. 

Flüssiggasanlagen sind aus modernen Wohnmobilen und Caravans nicht mehr wegzudenken. Sie sorgen für Behaglichkeit und Komfort. Mängel an diesen sensiblen Anlagen stellen allerdings ein hohes Gefährdungspotenzial dar und können im schlimmsten Fall Menschenleben kosten. Daher müssen die Gasanlagen in Wohnmobilen und Wohnwagen vor der ersten Inbetriebnahme, nach jeder Instandsetzung und regelmäßig alle zwei Jahre von einem Fachmann inspiziert werden.

Vor Fahrtantritt ist darauf zu achten, dass alle sicherheitsrelevanten Einrichtungen einwandfrei funktionieren. Die verbaute Gasanlage muss regelmäßig auf ihre Dichtheit überprüft werden. „Grundsätzlich ist das Hantieren an der Flüssiggasanlage für den Laien ein absolutes Tabu“, warnt Fahrzeugexperte Torsten Hesse vom TÜV Thüringen. Bauteile und Schläuche müssen regelmäßig auf Rissbildung oder Beschädigungen überprüft werden, gröbere Schäden können dabei auch von Laien erkannt werden. „Reparaturen oder Ein- und Umbauarbeiten an der Flüssiggasanlage gehören allerdings unbedingt in die Hände von Fachleuten“, so Hesse. Wichtig ist auch eine rüttelsichere Befestigung der Gasflaschen, damit bei einer Vollbremsung nichts verrutscht.

Der Funktions-Check von Heizung, Herd, Kühlschrank und Warmwasserboiler gehört bei Wohnmobil und Caravan zum Standardprozedere und sollte frühzeitig vor der Urlaubsfahrt durchgeführt werden, rät Torsten Hesse. Nur so kann ein etwaiger Defekt noch rechtzeitig vor dem Urlaub behoben werden.

Neben der allgemeinen Verkehrssicherheit der Fahrzeuge müssen Autofahrer beim Ankuppeln des Wohnwagens besonders Acht gegeben. „Gerade für Ungeübte, die sich einen Wohnanhänger gemietet haben, ist das beim ersten Mal kein Kinderspiel“, so Hesse. Der Fahrzeugexperte rät dazu, sich das Anhängen des Caravans genau erklären zu lassen. Für ein sicheres Ankuppeln des Hängers an das Zugfahrzeug ist es wichtig, dass die Kupplungsklaue korrekt auf dem Kugelkopf sitzt, der Sperrhebel eingerastet und die Antischlingerkupplung geschlossen ist. Bei Anhängern mit Auflaufbremse dient ein Sicherungs- bzw. Abreißseil für zusätzliche Sicherheit. Dieses muss mit einem Karabinerhaken durch eine Öse direkt an der Anhängekupplung oder an der Abschleppöse mit dem Zugfahrzeug verbunden sein. Das Bugrad des Wohnwagens muss komplett hochgekurbelt sein und die Handbremse ist vor der Fahrt zu lösen. Abreißseil und Stromkabel dürfen nicht auf der Fahrbahn schleifen oder zu straff eingestellt sein.

Vor Reiseantritt sollten sowohl am Wohnmobil als auch beim Caravan die wichtigsten verkehrssicherheitsrelevanten Aspekte an den Fahrzeugen in Augenschein genommen werden. Das heißt: Kontrolle von Reifendruck und Profiltiefe, die Gültigkeit der Hauptuntersuchung, Funktionskontrolle der lichttechnischen Einrichtung. Bei Wohnwagen muss der Lichttest im angekoppelten Zustand durchgeführt werden und sollte nach jedem Ankoppelvorgang wiederholt werden.

Übrigens: Zur optimalen Urlaubsvorbereitung bietet der TÜV Thüringen an seinen Kfz-Prüfanlagen nach Terminabsprache die Prüfung der Gasanlage auf Dichtheit und Funktionsfähigkeit sowie weitere Technik-Checks an.

 

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