Erfurt: Mehr Schatten auf dem Leipziger Platz – die Bürger sind gefragt

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Wie kann ein Platz begrünt und beschattet werden, damit er an heißen Sommertagen nicht Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner beeinträchtigt? Diese Frage stellen sich die FH Erfurt und die Landeshauptstadt Erfurt in einem gemeinsamen Forschungsprojekt.

Zwischen dem 3. und 23. August werden auf dem Leipziger Platz in Erfurt Vorschläge gemacht und veranschaulicht. Anwohner sind aufgerufen, in einer Online-Befragung die verschiedenen Möglichkeiten zu bewerten. „Mit dieser Befragung wollen wir die Bürger im langfristigen Umgestaltungsprozess am Leipziger Platz mitnehmen“, sagte Andreas Horn, Erfurts Beigeordneter für Sicherheit und Umwelt.  „Wir setzen auf eine hohe Akzeptanz der Anwohner.“

Seit Jahren steht der Leipziger Platz im Fokus von „HeatResilientCity“ (hitzerobuste Stadt) in der Oststadt. Weil ihm Schatten fehlt und er im hohen Maß versiegelt ist, herrschen dort an normalen Hitzetagen nicht selten Oberflächentemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius. Da die Sitzgelegenheiten in der prallen Sonne stehen, liegt ein Schwerpunkt auf der Verschattung. Erprobt wurden bisher Baumkästen. Bewässerungssäcke helfen den Stadtbäumen im Umfeld. Eine alternative Wegeordnung auf dem Boden sorgt für kühlere Wege. Weitere Vorschläge werden in der Online-Befragung präsentiert: z. B. Trinkbrunnen oder mehr Grünfläche.

Das Projekt „HeatResilientCity“  ist bereits seit 2017 aktiv und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert. Wissenschaftliche Partner sind das Dresdner Leibniz-Institut, die Fachhochschule Erfurt, die Technische Universität Dresden sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Praxispartner sind die Städte Erfurt und Dresden.

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