Erfurt: Schwemmbachkanal bekommt 500 Meter Kunststoffrohre

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Im Schwemmbachkanal in der Clara-Zetkin-Straße werden seit heute die ersten Rohrprofile verlegt. Sie bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und werden im sogenannten Einzelrohr-Lining-Verfahren eingebaut.

Das geschieht abschnittsweise in geschlossener Bauweise über drei Montagegruben. Die GFK-Rohre entsprechen dem Querschnitt der alten Rohre und haben Querschnitte von zirka 2,70/2,00 Meter sowie Einzellängen zwischen einem halben und zweieinhalb Metern. Fahrwagen transportieren die Rohre von den Montagegruben im alten Betonkanal bis zur jeweiligen Einbaustelle. Insgesamt werden so 550 Meter des Schwemmbachkanals erneuert. Auftraggeber ist der Entwässerungsbetrieb der Stadt Erfurt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis März 2022 dauern.

Mit den neuen Rohren wird die Stand- und Betriebssicherheit des in die Jahre gekommenen Schwemmbachkanals wiederhergestellt. Er wird tragfähiger, dichter und hydraulisch leistungsfähiger. Bei Kanalinspektionen war aufgefallen, dass der alte Betonkanal schwere bauliche Schäden hat (Längs- und Querrisse, Abplatzungen). Er dient im Bereich der Clara-Zetkin-Straße als Regenwasserauslass- und Straßenentwässerungskanal und mündet am Schmidtstedter Knoten in den Flutgraben. Sein Einzugsgebiet umfasst große Teile des südöstlichen Stadtgebietes zwischen Melchendorf und Daberstedt. Als Hauptsammelkanal ist er ein wichtiger Bestandteil des städtischen Kanalnetzes.

Im Bereich zwischen Friedrich-List-Straße und südlichem Schmidtstedter Knoten liegt der Großkanal in Sohltiefen zwischen 3,70 und 4,30 Metern unter der Straßenoberkante. Anfang der 1930er Jahre wurde er hergestellt.

Quelle

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