Erfurt keine Umweltzone mehr – Plakette nicht mehr notwendig

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Erfurt ist nicht mehr als Umweltzone ausgewiesen. Im Mai dieses Jahres hatte die Landeshauptstadt bekannt gegeben, dass sie das Urteil des Thüringer Oberverwaltungsgerichtes (OVG) akzeptiert, wonach die Aufhebung der Erfurter Umweltzone verfügt wurde. Seit heute wird die entsprechende Beschilderung abgebaut.

Die Aufhebung der Umweltzone ist das Ergebnis der überaus erfreulichen Entwicklung, dass sich die Luftqualität in der Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert hat. Wurden Anfang der 2000er Jahre jährlich noch an mehr als 100 Tagen die Grenzwerte für Feinstaub überschritten, waren es 2019 gerade einmal vier Tage. Ähnlich positiv sieht es beim giftigen Stickstoffdioxid aus, das hauptsächlich vom Autoverkehr produziert wird. Hier sind die ehemaligen „Hotspots“ Heinrichstraße oder Bergstraße weit von dem derzeit gültigen Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft entfernt.

Dazu hat die Umweltzone einen wesentlichen Beitrag geleistet, der nunmehr durch die Effekte langfristig wirkender Maßnahmen fortgesetzt wird. Dazu zählt auch das umweltorientierte Verkehrsmanagement. Es steuert den Autoverkehr so durch die Stadt, dass die Fahrzeuge möglichst wenig anhalten und warten müssen und hat so einen großen Anteil an der Luftreinheit. Ebenso wie die „Begegnungszone Innenstadt“, die nur Bewohnern das Parken in bestimmten Bereichen gestattet.

Die Erweiterung der Park-and-Ride-Möglichkeiten an den Einfallstraßen, die Pendelnden den Umstieg auf Straßenbahn und Bus ermöglichen, und die Modernisierung der Evag-Bus-Flotte leisten einen wichtigen Beitrag zur immer besser werdenden Luft. Positiv ausgewirkt hat sich auch die  Schließung des Erfurter Schnellstraßenringes im Jahr 2007, wonach spürbar weniger Lkw durch die Stadt fahren.

Die Umweltzone ist also aktuell Geschichte, daher wird die Beschilderung, die sie bislang gekennzeichnet hat, demontiert. In Zahlen bedeutet das: Nahezu 400 Verkehrszeichen sowie 15 Ankündigungstafeln (inklusive Aufstellkonstruktion und Fundament) an den Stadteinfahrten müssen abgebaut werden.

An vielen Verkehrszeichenstandorten wurden bei der Einrichtung der Umweltzone Anpassungen vorhandener StVO-Beschilderungen vorgenommen, sie müssen jetzt wieder rückgängig gemacht werden. Zudem bestehen auf diversen Wegweisern bereits Ankündigungen der Umweltzone, für die nunmehr Abdeckerlösungen erforderlich sind.

Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf etwa 45.000 Euro, eine Ausschreibung der Leistungen war daher erforderlich und bedurfte einer Vorbereitung. Der Abbau aller Schilder soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein

Quelle

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