EU gibt Teilnehmer der 100 klimaneutralen Städte bekannt, Thüringen nicht mit dabei

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Die Kommission hat heute die 100 Städte in der EU bekanntgegeben, die an der EU-Mission für 100 klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030, der sogenannten Mission „Städte“, teilnehmen werden. Es handelt sich um 100 Städte in allen 27 Mitgliedstaaten und weitere 12 Städte in Ländern, die mit Horizont Europa, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der EU (2021-2027), assoziiert sind oder potenziell assoziiert werden können.

75 % der EU-Bürgerinnen und -Bürger leben in städtischen Gebieten. Insgesamt verbrauchen städtische Gebiete mehr als 65 % der weltweiten Energie und sind somit für mehr als 70 % der CO2-Emissionen verantwortlich. Es ist daher wichtig, dass Städte als Versuchs- und Innovationsökosysteme fungieren, um so alle anderen beim Übergang zur Klimaneutralität bis 2050 zu unterstützen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Der grüne Wandel ist inzwischen in ganz Europa zu spüren. Aber es bedarf immer Wegbereiter, die sich selbst noch ehrgeizigere Ziele setzen. Diese Städte zeigen uns den Weg zu einer gesünderen Zukunft. Wir werden sie dabei unterstützen! Lassen Sie uns noch heute mit der Arbeit beginnen.“

Die Mission „Städte“ wird im Rahmen von Horizont Europa im Zeitraum 2022-2023 Mittel in Höhe von 360 Mio. EUR erhalten, damit sie die Innovationen anstoßen kann, die notwendig sind, um bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen. Gegenstand der Forschungs- und Innovationsmaßnahmen sind saubere Mobilität, Energieeffizienz und grüne Stadtplanung; sie bietet die Möglichkeit zur Entwicklung gemeinsamer Initiativen und zur Intensivierung von Synergien mit anderen EU-Programmen.

Zu den Vorteilen für Städte zählen maßgeschneiderte Beratung und Unterstützung durch eine spezielle Missionsplattform, die von NetZeroCities betrieben wird, zusätzliche Finanzierungsmittel und Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Gelegenheit zur Beteiligung an großen Innovationsmaßnahmen und Pilotprojekten. Die Mission bietet auch Möglichkeiten zur Vernetzung, zum Austausch bewährter Verfahren zwischen Städten und zur Unterstützung bei der Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern.

Nächste Schritte

Die Kommission wird die 100 ausgewählten Städte auffordern, Klimastadt-Verträge auszuarbeiten, die einen Gesamtplan für Klimaneutralität in allen Sektoren wie Energie, Gebäude, Abfallwirtschaft und Verkehr sowie entsprechende Investitionspläne umfassen. An diesem Prozess werden Bürgerinnen und Bürger, Forschungseinrichtungen und der Privatsektor beteiligt sein. Aufgrund der klaren und sichtbaren Verpflichtungen, die die Städte im Rahmen der Klimastadt-Verträge eingehen werden, können sie mit den Behörden der EU sowie den nationalen und regionalen Behörden – und vor allem mit ihren eigenen Bürgerinnen und Bürgern – in Kontakt treten, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen.

Angesichts des überwältigenden Interesses seitens der Städte (377 Städte haben sich beworben) sieht die Kommission ferner Unterstützung für nicht ausgewählte Städte über die Missionsplattform und Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Arbeitsprogramms „Mission Städte“ von Horizont Europa vor.

Quelle

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