Arnstadt: Runder Tisch zur Zukunft des Bosch Standorts

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Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat die Einberufung eines Runden Tisches zur Zukunft des Standortes durch den Betriebsrat begrüßt. „Im Termin heute habe ich Gelegenheit gehabt, über das hohe Engagement der LEG Thüringen bei der Suche nach einem externen Investor zu berichten. Es geht mir darum, auch in Zukunft hochwertige Arbeitsplätze am Standort zu schaffen. Darüber hinaus konnte ich für den Fall einer Neuinvestition die Fördermöglichkeiten durch das Land und mögliche Unterstützung bei Forschungsvorhaben aufzeigen. Bosch ist gefordert, weiterhin eigenständig nach künftigen Nutzern des Objekts zu suchen.“

Darüber hinaus sollte der Konzern im Blick auf eine völlig veränderte Weltlage nach dem 24. Februar ständig neu nach Möglichkeiten suchen, sich die hohe Kompetenz der Belegschaft zu Nutze zu machen, wenn sich kurzfristig neue Geschäftsfelder auftun. Wenn sich die Situation z.B. in Bezug auf Lieferketten so grundlegend ändert, kann man ohne Gesichtsverlust eine einmal getroffene Entscheidung revidieren“, sagte Tiefensee heute nach dem Runden Tisch zur Zukunft des Werks. „Wir müssen feststellen: Die Hoffnungen auf das Weiterbestehen des Standortes im Konzernverbund haben sich nicht erfüllt. Meine Erwartung ist dennoch, dass Bosch nicht einfach den Rückzug antritt, sondern seinen Beitrag zur Zukunft des Standortes leistet. Das wurde von der Geschäftsführung einmal mehr zugesagt.“

Das Land stehe selbstverständlich an der Seite der Beschäftigten und werde sich gemeinsam mit Betriebsrat, IG Metall und der Region auch weiterhin für die Zukunft des Standortes stark machen, so der Minister. Ein tragfähiges Konzept eines neuen Investors könne die Landesregierung im Rahmen der beihilferechtlichen Vorgaben gezielt unterstützen. 

Die Robert Bosch Elektronik Thüringen GmbH, gegründet im Jahr 2014 im Zuge des Verkaufs der Robert Bosch Solar GmbH, hat bis Ende 2021 mit rund 100 Beschäftigten in Arnstadt Generatorregler gefertigt; die Produktion läuft laut Bosch allerdings aus, da die Regler in neuen Elektro- und Hybridfahrzeugen künftig nicht mehr benötigt werden. Es sei anzuerkennen, dass das Unternehmen um sozialverträgliche Übergangslösungen für seine Beschäftigten bemüht sei und die Aktivitäten des Landes zur Gewinnung von Folgeinvestoren unterstütze. Zudem setze er darauf, dass für das zweite Bosch-Unternehmen am Standort, die Bosch Solar Services GmbH mit 50 Beschäftigten, nicht nur der Erhalt gesichert, sondern eine echte Entwicklungsperspektive geschaffen werde.

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