Thüringen: Energieministerin wirbt für „Windfrieden“

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Energieministerin Anja Siegesmund wirbt weiter für einen „Windfrieden“ und den Ausbau der Windenergie in Thüringen – gestern bei einem Ortstermin im Windpark Uthleben bei Nordhausen. Zwei der Windräder werden gemeinsam von den Stadtwerken Nordhausen und einem Verbund lokaler Bürgerenergiegenossenschaften betrieben.

Dazu erklärt Energieministerin Siegesmund: „So erwirtschaften die Anlagen die Erträge für die Region, die Wertschöpfung fließt in die Kommunen sowie zu Bürgerinnen und Bürgern. Das sorgt für eine hohe Akzeptanz in der Region für die Windenergie.“ 

Die Windräder erzeugen Strom für rund 4.000 Haushalte und sparen jährlich ca. 7.000 Tonnen CO2 ein. Rund 500 Menschen haben über Genossenschaften Anteile an zwei Windenergieanlagen gezeichnet. Diese bringen rund 4% Rendite jährlich.

Im ersten Quartal 2022 lieferten 884 Windenergieanlagen 1.221,4 GWh Strom und sorgten damit für 62,4 Prozent der erneuerbaren Strommenge in Thüringen. Für mehr regionale Wertschöpfung, mehr Unabhängigkeit von fossilen Importen und mehr Klimaschutz wird jedoch deutlich mehr erneuerbare Energie und damit Windenergie benötigt.

Laut Studie der Hochschule Nordhausen ist ein CO2-freies Energiesystem machbar und bezahlbar. Ein klimaneutrales Thüringen ist versorgungssicher, langfristig günstiger und mit mehr regionaler Wertschöpfung verbunden als der Status Quo. Wichtigste Instrumente dafür sind verbindliche Ausbauziele für die erneuerbaren Energien und klare Reduktionsziele für den Treibhausgasausstoß, so die Forschenden. Konkret bedeutet dies bis 2030 eine Verdreifachung der installierten Leistung für Windenergie und Photovoltaik.

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