Minority Report – Berlin, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg?

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Kann man Verbrecher vorher sehen? Im Hollywood Streifen Minority Report hatte Tom Cruise mit den entsprechenden Vorhersagen zumindest extreme Schwierigkeiten. Mittlerweile könnte dieses Szenario teilweise Realität werden, denn in einigen Bundesländern wird geplant, Techniken zur statistischen Auswertung und Weissagung von Verbrechen testweise in Betrieb zu nehmen.

Technik-Partner ist dabei das Institut für musterbasierte Prognosetechnik (IfMPT), die eine Technik namens PRECOBS einsetzen (nicht zu verwechseln mit den Precoqs aus dem Film) um bei sogenannten Tageswohnungseinbrüchen wiederholte Einbrüche vorher zu sagen. Auf der Webseite hört sich das so an:

Es wurde ein neues prognostisches Verfahren entworfen, das unter Kenntnis der Deliktvorkommen der Vergangenheit und unter Entwicklung deliktfeldspezifischer Merkmale signifikante und quantitativ nachweisbare Aussagen über die Entwicklung in einem geografisch eingegrenzten Einsatzgebiet liefert. Ziel des Verfahren ist es, zeitliche und räumliche Deliktkonzentrationen (near repeats) zu prognostizieren.

Auf deutsch: da wo es einen Einbruch gab, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit bald einen weiteren Einbruch geben. Das ist natürlich sehr verkürzt und ignoriert viele statistische Details dieses Verfahrens, trifft aber in etwa den Kern. Es lohnt sich also in Bereichen, in denen es zu Einbrüchen gekommen ist, häufiger Polizisten Streife gehen zu lassen. Zumindest so lange bis die Einbrecher das mitbekommen und sich auf das System einstellen. Ein Einbruch abseits damit die Polizei da ordentlich Leute hin schickt um zu bestreifen und dann hat man im Rest der Stadt Ruhe.

Übrigens:

„Bei den bisherigen Projekten gelang es IfmPt, eine Folgedeliktquote von über 80 % zu erzielen.“

Ein sensationeller Wert, der zeigt, wie gut geschult die zum Einsatz gekommenen Verbrecher sind.

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