Gera: Kasper braucht ein neues Kleid

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Theaterverein startet Spendenkampagne zur Sanierung des Geraer Puppentheaters

Vorläufiger Auszug des Puppentheaters aus traditionsreicher Spielstätte mit Adventszauber und Abschiedsfest

Kinder und Erwachsene tauchen bereits seit 1967 am Gustav-Hennig-Platz in die Welt des Puppenspiels ein. Humorvolle und berührende Geschichten, klassische Märchen und moderne Stücke ziehen immer wieder aufs Neue Klein und Groß in ihren Bann. Doch mittlerweile ist das Gebäude in der Geraer Altstadt in die Jahre gekommen. Um der Nachfrage auch zukünftig gerecht zu werden, muss das 1912 erbaute Gebäude dringend saniert werden.

Ziel der Sanierung ist es, neue Rettungswege, die Sicherung des baulichen Brandschutzes sowie eine Verbesserung der Barrierefreiheit im gesamten Gebäude zu schaffen. Finanziert wird diese Maßnahme im Wesentlichen durch Fördermittel des Bundesministeriums des Inneren sowie die Stadt Gera. In dem Budget sind jedoch nicht eine neue Bestuhlung, die Neueinrichtung der Werkstätten und die Veranstaltungstechnik vorgesehen. Am 2. November 2022 startet deshalb die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. in Kooperation mit der EGG eine Spendenkampgange. Ziel ist es, die neue Bestuhlung mit 120 Sitzplätzen mit der Unterstützung von Puppentheaterfreunden*innen zu finanzieren, damit auch weiterhin das Puppentheater für Besuchende aller Altersgruppen offen steht.

Weitere Informationen  zum Crowdfunding-Projekt ab dem 2. November 2022 unter www.gera-crowd.de/theateraltenburggera

Bevor das Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz zur Rekonstruktion am 9. Januar 2023 an den Bauherren übergeben wird, während der Sanierung in den Jahren 2023 und 2024 seine Pforte schließt und ab dem 25. Januar 2023 in das ehemalige Theaterrestaurant Szenario, in die Bühne am Park Gera sowie in die TheaterFABRIK (Tonhalle) ausweicht, hat sich das Team etwas Besonderes einfallen lassen. Kleine und große Zuschauer können sich an den Adventssonntagen ab 17 Uhr mit verblüffenden, märchenhaften, klangvollen oder witzigen rund 30-minütigen Darbietungen überraschen lassen. Der Eintritt ist frei. Nach jeder Veranstaltung werden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Mit einem feurigen Fest nimmt das Ensemble des Puppentheaters dann am Mittwoch, den 28. Dezember um 19:30 Uhr (vorläufig) Abschied von seiner traditionsreichen Spielstätte. Bei einem großen theatralischen Abschiedsbüfett, bestehend aus Objekten, Puppen und Devotionalien der Bühne, wird der freigeräumte Saal mit künstlerischen Beiträgen zum letzten Mal zum Leben erweckt. Für Wiederbegegnungen mit liebgewonnenen Bühnenwesen und -unwesen wird gesorgt sein. Conférencieuse Ramona empfängt die Gäste und führt durch das Programm. Spektakuläre Attraktionen in unvergesslichem Ambiente und in fantastischer Beleuchtung werden aber auch und besonders vor dem Theater geboten, wenn unter anderem der Königliche Hoffeuerwerksmeister Françoise Tourbillon die Präsentation des Abschiedsfeuerwerks „Giraffe mit Karussell im Mondschein“ vornimmt.


Der „Göttliche Funke“ des Theaters wird schließlich symbolisch in einem Lampion vom historischen Gelände zur Übergangsheimat des Puppentheaterensembles weitergetragen. Im Anschluss bitten Ramona und Françoise gemeinsam mit dem Ensemble des Puppentheaters zu Umtrunk und Büfett, zu guten Gesprächen über Vergangenes und Künftiges.

Quelle.

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