Thüringen: 34 Millionen Euro für alternative Antriebe bei Bus und Bahn

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Das Umwelt- und Energieministerium erweitert seine bisherige Förderung für zunehmend CO2-freie Mobilität im Nahverkehr. Neben Bussen werden nun auch Schienenfahrzeuge gefördert – samt Infrastruktur, z.B. für das Laden batterieelektrischer Fahrzeuge, Wasserstoff-Tankstellen oder das Umrüsten in Depots und Werkstätten.

In einem ersten Schritt werden auch Machbarkeitsstudien unterstützt. Bis 2027 stehen dafür rund 34 Millionen Euro, zum Großteil als EU-Mittel (EFRE), zur Verfügung. 5 Millionen Euro kommen aus dem Haushalt des Umweltressorts. Die neue Richtlinie richtet sich an Thüringer Nahverkehrsunternehmen. „Der Erfolg des Deutschlandtickets zeigt, dass die Menschen den Nahverkehr extrem gut annehmen. Wir verstärken die klimafreundliche Mobilität mit unserem Förderprogramm. Schon in den vergangenen Jahren wurde die bisherige Förderung für Elektrobusse sehr gut angenommen. Das Programm für die Schiene zu erweitern, ist der nächste konsequente Schritt“, so Energieminister Bernhard Stengele.

Das erweiterte Programm hat einen technologieoffenen Ansatz. Batterieelektrische Lösungen sind ebenso denkbar wie – dort, wo es sinnvoller wäre – E-Mobilität auf Wasserstoff-Basis. Neben Investitionen in die Technik (Förderquote 60 Prozent) werden auch Studien zur Machbarkeit bezuschusst (Förderquote bis zu 75 Prozent).

Aktuell fahren in Thüringen bereits 26 Elektrobusse: im Landkreis Nordhausen (6), in Jena (5), in Heilbad Heiligenstadt (4), in Meiningen (3), in Bad Langensalza (3), in Eisenach (2) sowie in Suhl/Zella-Mehlis (3). In den kommenden Monaten steigt ihre Zahl auf über 30, denn auch die Nahverkehrsunternehmen in Bad Salzungen (2), Bad Langensalza (1 weiterer), Gera (2) und Ilmenau (2 automatisierte Fahrzeuge/ „People Mover“) investieren weiter in die innovative Technik. In Weimar setzen die Verkehrsbetriebe mit Förderung des Umweltministeriums aktuell auf die ersten Wasserstoff-Busse (3) im Thüringer Linienverkehr. Eine E-Bus-Premiere in Gera ist für Anfang Juli geplant.

Hintergrund:

Die seit August 2021 gültige Clean-Vehicle-Direktive der EU und das zu deren Umsetzung erlassene Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz schreiben bei Beschaffungen von Bussen zwischen August 2021 und Ende 2025 eine Quote von 45 Prozent für saubere und emissionsfreie Antriebe vor.

Seit 2017 fördert das Umweltministerium für E-Busse, neben dem Kauf von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur, auch den Umbau von Depots und Werkstätten. Insgesamt wurden bereits über 20 Millionen Euro Zuschuss aus EFRE-Mitteln bewilligt.

Quelle

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