Am vergangenen Wochenende stellten Bundespolizisten in drei getrennten Fällen Messer in Bahnhöfen sicher.
Im Eisenacher Hauptbahnhof gab ein 25‑Jähriger bei einer Kontrolle am Samstagabend an, ein Messer mitzuführen. Der polizeibekannte Mann übergab den Beamten das Messer, dessen Klinge 13,5 Zentimeter lang war. Seine Weiterreise durfte er ohne den Gegenstand fortsetzen.
Im Erfurter Hauptbahnhof entdeckte eine Streife der Bundespolizei am Sonntagmittag bei einem 30‑Jährigen gleich zwei Messer. Während des Gesprächs bemerkte ein Beamter, dass der Mann zwei griffbereite Küchen- und Gemüsemesser in seinen Hosentaschen trug. Beide Messer wurden sichergestellt.
Im Bahnhof Arnstadt stellten Bundespolizisten am Sonntag fest, dass ein 50‑Jähriger ein sichtbar im Rucksack verstautes Outdoormesser mit sich führte. Zusätzlich trug er in seiner Hose einen Teleskopschlagstock sowie ein Einhandmesser.
In allen drei Fällen konnten die Betroffenen weder glaubhaft noch nachvollziehbar erklären, warum sie derartige gefährliche Gegenstände einsatzbereit in Bahnhöfen bei sich hatten. Auch die jeweiligen Auffindesituationen ließen nicht darauf schließen, dass die Gegenstände zufällig mitgeführt wurden.
Die Bundespolizei erstattet Anzeigen wegen Verstößen gegen das Waffenrecht und informiert die zuständigen Behörden. Waffen und andere gefährliche Gegenstände gehören nicht in Bahnhöfe oder Züge und sollten grundsätzlich zu Hause bleiben.

