Ein 62-jähriger Mann aus Steinbach-Hallenberg wurde am vergangenen Freitag, den 20. Februar 2026, Opfer einer perfiden Betrugsmasche. Durch eine Kombination aus gefälschten E-Mails und geschickter Gesprächsführung am Telefon gelang es Unbekannten, eine Summe von 2.000 Euro zu erbeuten.
Die Masche: Erst Phishing, dann Telefonterror
Der Vorfall begann mit einer täuschend echt wirkenden E-Mail, die scheinbar vom Bankinstitut des Mannes stammte. Darin wurde er aufgefordert, seine sogenannte „photoTAN-Aktivierung“ zu erneuern. Der Geschädigte folgte den Anweisungen in der Nachricht und landete auf einer gefälschten Webseite seiner Bank.
Doch die Täter gingen noch einen Schritt weiter: Kurz darauf kam es zu einem Telefonat mit einem Unbekannten, der sich als seriöser Bankmitarbeiter ausgab. Durch psychologischen Druck und fachmännisch klingende Anweisungen gelang es dem Betrüger, den 62-Jährigen zur Preisgabe sensibler Online-Banking-Zugangsdaten zu bewegen.
Blitzschnelle Überweisung auf deutsches Konto
Kaum waren die Daten übermittelt, schlugen die Täter zu. Noch während oder kurz nach dem Kontakt überwies der unbekannte Täter einen Betrag von 2.000 Euro auf ein anderes deutsches Bankkonto. Trotz der Spur zu einem inländischen Konto ist das Geld in solchen Fällen oft schwer zurückzuholen, da die Täter häufig sogenannte „Finanzagenten“ oder Konten unter falscher Identität nutzen.
Tipps der Polizei zur Prävention:
- Banken fragen nie nach PIN oder TAN: Seriöse Kreditinstitute fordern Sie niemals per E-Mail oder Telefon dazu auf, Zugangsdaten preiszugeben oder Testüberweisungen zu tätigen.
- Links in E-Mails meiden: Geben Sie die Adresse Ihrer Bank immer manuell im Browser ein.
- Gesundes Misstrauen: Beenden Sie bei verdächtigen Anrufen sofort das Gespräch und rufen Sie Ihre Bank über die offiziell bekannte Telefonnummer selbst zurück.
Die Ermittlungen zum Empfängerkonto dauern an.


